Jahresrückblick 2020 – ein Jahr voller unerwarteter Momente

2020 stand bei mir unter dem Motto: „Krebsfrei – mein neues Leben“.

Es sollte eigentlich ein Jahr voller Veränderungen werden – das war es auch; nur anders als ursprünglich gedacht.
Denn neben dem Aufbau eines Kindergartens und der Verarbeitung meiner beendeten Chemotherapie änderte sich plötzlich unser aller Leben: Corona bestimmte seit März unser Leben und einhergehend kamen allerhand Herausforderungen, Bestimmungen und Gesetzesänderungen inkl. eines in 12 Monaten entwickelten Impfstoff auf uns zu.
Aber lest selbst wie mein Jahr war, denn wie 2018 begleitet mich auch dieses Male wieder Sympatexter durch diesen Jahresrückblick.

1. Mein neues Leben

30.12.2019: Maria ist KREBSFREI

Am 2. Juli 2019 erhielt ich die Diagnose Brustkrebs. Von jetzt auf gleich veränderte sich nicht nur mein Leben, sondern auch das Leben meiner Familie. Unser Leben stand still. Keiner wusste wie es weiter gehen sollte.
Wie erklären wir es unserem 4 jährigen Sohn?

Nach einem Kampf mit den extremen Nebenwirkungen in der ersten Chemo, dem Abbruch dieser und einer weiteren, ohne Nebenwirkungen stattgefundenen Chemo inklusive der Masektomie, erhielt ich am 30.12.2019 den pathologischen Befund:
Ich war KREBSFREI.
Und so begann ein neues Leben.
Ein krebsfreies Leben – jedoch kein Gesundes.

Denn wer jetzt denkt, naja, Brust weg – krebsfrei und wieder gesund, der irrt sich. Und zwar gewaltig.

Auch ich habe gedacht, dass mit der OP und dem 11 Tage später vorliegenden pathologischen Befund alles wieder normal sei und sich das Kapitel schließen würde.
Ich wurde eines Besseren belehrt.
Nach außen hin sehe ich aus wie das blühende Leben, die Glückliche, die Gesunde.
Doch habe ich immer noch mit den folgen der Erkrankung und den Behandlungsmethoden zu kämpfen.
Angefangen von Taubheitsgefühlen im Bein über Erschöpfung und Schlafstörungen bis hin zu – ach, lassen wir das.

Maria 10.12.2020

Denn sind wir doch mal ehrlich, wenn du jemanden fragst, wie es ihm geht, möchtest du wirklich eine ehrliche Antwort?
Oder hoffst du darauf, dass dein Gegenüber mit „gut“ antwortet und das Gespräch damit beendet ist?

2. Wieder Erzieherin in einem Kindergarten

Geduld ist nicht meine Stärke – Maria Klitz

Am 15. Januar war es soweit: mein erster Tag als Erzieherin nach knapp 6 Jahren aus dem Job sein.
Zum Glück ging es nicht gleich von 0 auf 180.
Denn wir hatten als Team das große Glück, dass wir uns in Ruhe kennenlernen und uns gemeinsam mit unserer Pädagogik auseinandersetzen konnten.
Gar nicht so einfach bei 12 unterschiedlichen Charakteren eine Lösung zu finden mit der sich jeder arrangieren und dieses auch im Alltag umsetzen kann.
Qualitätsstandards erarbeiten und schreiben, Texte lesen, ausarbeiten und sich Gedanken dazu machen – will ich so arbeiten oder nicht: 8h täglich, 5 Monate pure Theorie.
Und dann kam die Praxis.
Elterngespräche, Eingewöhnungen der Kinder und der Alltag begann.
Dieser verlief nicht immer reibungslos und ich bin der Geduld, der Offenheit und der Ehrlichkeit genauso wie der Kritik der Eltern sehr dankbar.

Zu einem Team zu gehören, welche eine komplett neue Kita von Grund auf mitgestaltet, inkl. Möbel- und Spielzeugbestellung, macht einen sowohl stolz als auch die ein oder andere Nacht schlaflos verbringen.
Denn kurz nach unserem theoretischen Start kam Corona.
Anfangs war das noch „naja, für uns ändert sich nicht viel“.
Doch umso länger die Krise dauert, nun sind wir schon bei einem dreiviertel Jahr, umso herausfordernder wird die komplette Situation.

Denn im Kindergarten hat sich einiges verändert:

• Als Elternteil hast du keinen Zutritt mehr zum Kindergarten, du gibst und nimmst dein Kind an der Tür ab bzw. an

• Personal trägt eine Maske

• Die Kommunikation zu den Eltern hat sich verändert

• Keine stattfindenden Elternabende

Eingewöhnungen der Kinder nur mit Eltern, die 2 h eine Maske tragen

• Singen ist nicht mehr gestattet

• Kinder daran erinnern, dass sie das Spielzeug nicht in den Mund nehmen dürfen

• Öfters Händewaschen

• Gläserwechsel nach Benutzung

• Regelmäßiges Abwaschen / Desinfizieren der Spielsachen

• Tägliches Dokumentieren von nicht-zur-Kita-gehörenden-Menschen, z. B. Handwerkern, Essenslieferanten

• Tägliches Unterschreiben, dass man Covid 19- symptomfrei ist

Um nur einige Punkte zu nennen.

3. Bewegungsfortbildung

Maria Klitz

Im Rahmen meines Berufs als Erzieherin absolvierte ich gemeinsam mit meinen Kollegen Ende Februar eine Bewegungsfortbildung zum Thema „Kleinkindpädagogik nach Emmi Pikler, Bewegungspädagogik nach Elfriede Hengstenberg und die Bedeutung des freien Spiels“. Selbsterfahrungen mit den Pikler- und Hengstenbergmaterialien machten diese Fortbildung zu einer Basis für meine pädagogische Arbeit.

Auf dem Bild siehst du mich auf vier übereinander gestapelten Hockern sitzend – voller Stolz!

4. „Hilf mir es selbst zu tun“

Als Erzieherin wurde ich im März 2020 für 3 Wochen freigestellt und durfte während dieser Zeit Themen wie „Brauchen Kinder Lob?“ und meinen Vortrag zur „Montessoripädagogik“ ausarbeiten.
Unter anderem enthielt mein Vortrag 10 praktische Übungen des täglichen Lebens, welche meine Kollegen selbst erfahren durften.

Eine Übung war: sich das Wasser auf der Erde vorzustellen

sich das Wasser auf der Erde vorstellen

Wenn man alles Wasser der Erde auf einem Fleck sammeln würde, würde dieses nicht mehr als 1,385 km im Durchmesser ausmachen. Dieses entspricht dem kleinen Ball.
Der Großteil des Wassers auf der Erde (97%) ist Salzwasser, also nicht trinkbar.
Die kleine Murmel entspricht den restlichen 3%, dem Volumen an trinkbarem Süßwaser.
Dieses trinkbare Süßwasser ist aber nicht direkt zugänglich, da es zu 99% in den Tiefen der Erde verborgen ist.
Das Reiskorn entspricht dem 1% an der Oberfläche (Seen, Flüsse), das dem Menschen direkt zugänglich ist.

5. Brauchen Kinder Lob?

Unterschied zwischen Lob und Wertschätzung

Genauso wie Strafen nicht immer den gewünschten Effekt haben, kann auch ein Lob für eine Fähigkeit / ein Talent zu einem gegenteiligen Effekt führen.
Ein Lob wird von Eltern zum einen dazu verwendet um das Selbstwertgefühl und damit verbunden das Selbstvertrauen des Kindes zu stärken und zum anderen ist es zu einer Art geworden „Ich liebe Dich“ zu sagen.
Denn wenn jede kleine Tätigkeit mit einem Lob kommentiert wird, können Kinder zum einen süchtig nach Loben werden, welches sie in eine Abhängigkeit bringt und sie sich so ohne Lob wertlos fühlen und zum anderen verleitet dieses zu einem falschen Selbstbild, welches das Kind von sich selbst bekommt und verliert dadurch das Vertrauen in das Feedback der Eltern.
Nicht zuletzt wird der Wert des Menschen an sich und die Persönlichkeit in den Hintergrund geraten.

Vertrauen
Vertrauen

Doch ist es nicht unsere Aufgabe als Eltern unseren Kindern Werte, Moral und Benehmen beizubringen?
Stell dir einmal vor, dein Partner würde dich dafür loben, dass du die Fenster geputzt hast und man durch diese wieder hindurchschauen kann. Wie würdest du dich fühlen, wenn du nun herausbekommen würdest, dass er es für normal hält, dass du in deinem Alter die Fenster putzen können solltest und auch regelmäßig? Er es aber so nicht formuliert, weil er ja im selben Alter ist und somit auch die Fenster putzen können sollte? Du denkst, dass dein Partner weder so denkt noch dieses aussprechen würde?
Warum handeln wir dann so gegenüber unseren Kindern?
Entwickelt sich das Verständnis von Werten, Moral und Benehmen nicht viel mehr durch das aktive Vorleben von uns Erwachsenen gegenüber unseren Kindern?

6. Tod meiner Schwiegermutter

Edith Kühn und Till Klitz

Die Familie ist der Ort der Sicherheit, der Geborgenheit, der Vertrautheit deines Kindes. So dass ein familiärer Todesfall das Leben deines Kindes aus seinem Gleichgewicht bringt: es herrschen Trauer, Unsicherheit und Veränderungen in eurem Alltag. Dein Kind fühlt sich verlassen, schwankt zwischen Vermissen, Lieben und Wut.
Am 3. Juni 2020 ging meine Schwiegermama auf ihre letzte Reise.
Ihr habe ich zwei, meiner Interviews im Rahmen meiner Blogartikelreihe „Tabuthemen“ zu verdanken.
Nachlesen kannst du diese hier: Die ersten Lebensjahre und Kindergarten- und Schulzeit von früher.

7. Krafttanken im Wald

einen speziellen Effekt mit einer leeren Toilettenpapierrolle

Der Herbst ist da und lädt mit all seiner bunten Fülle dazu ein, die Natur bewusst und aktiv zu erleben: die goldene Sonne, frische, manchmal stürmische Winde und neblige Tage.
Die Spaziergänge im Herbst sind immer ein Erlebnis für alle Sinne von Groß und Klein, um gemeinsam die bunte Herbstwelt zu entdecken und zu genießen.
Viele Tiere, wie zum Beispiel das Eichhörnchen, legen sich in dieser Zeit Vorratsnester für die kalten Monate an.
Und auch für den Menschen ist es Zeit zu ernten: das im Frühjahr gesäte Getreide und auch die meisten heimischen Obst- und Gemüsesorten sind jetzt ausgereift.

wenn du noch mehr über den Wald erfahren möchtest und was du dort alles mit deinem Kind erleben kannst, schau mal in Madleine´s Gersbachs FB Gruppe Wald für alle und / oder auf ihrer Webseite Wald von Ameise bis Zaunkönig nach. Sie richtet auch unvergessliche Kindergeburtstage im Wald aus.

8. Corona – Verordnungen und deren Auswirkungen

Familie

Die Sorge, dass die Coronakrise durch den Wegfall der regulären Betreuung der Kinder in Kindergärten, zu einem Rückfall in alte Rollenmodelle führen wird, ist allgegenwärtig:
der Mann verdient das Geld,
die Frau bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder.

Doch die neue Familienlage ist kein Problem allein nur der Mütter.
Sie betrifft alle: die Kinder, die mit den Ängsten dieser Tage konfrontiert sind und ohne Kita dastehen,
und die Väter, die ebenfalls mit ihrer Rolle in der neuen Situation konfrontiert sind.

Das gilt vor allem für jene Väter, die ihre Rollen und Aufgaben bewusst reflektieren und anders leben wollen als die vergangene Generation: die eigenen Väter, die durch Abwesenheit und emotionale Distanz ganz und gar nicht glänzten.
Viele Väter empfinden diese Entwicklung ebenso als Befreiung wie Mütter.

Sich als Mann nicht allein über irgendwelche beruflichen, körperlichen oder sonstigen Leistungen zu definieren, sondern über eine lebendige und enge Beziehung zu den Kindern, und diese Rolle ganz selbstverständlich und öffentlich wahrzunehmen –
ist das männliche Gegenstück zum veränderten Rollenbild von Müttern.

Doch dieses ist eine Entwicklung, die auf Widerstände trifft.
Es gibt Menschen, die die Nase rümpfen oder es misstrauisch beäugen, wenn Männer sich in der Öffentlichkeit ähnlich um ihre Kinder kümmern wie Mütter. Genauso gibt es Frauen, bei denen fürsorgliche Väter schlagartig an Attraktivität und Ansehen verlieren, weil das ihren alten Bildern von Männlichkeit nicht entspricht.

Und wie geht es den Kindern in dieser Zeit?

Maria´s blau – graue Augen

Sie sehen in ihre Eltern in der Öffentlichkeit nur noch mit Maske.
Die Verständigung und das Erlernen der Sprache wird dadurch eine Herausforderung.
Kinder lernen über Mimik und Gestik.
Doch was sehen sie im Moment?
Nur die Augen!

Kein individuelles Gesicht!

Sie können ihre Eltern nicht mal eben so in der Öffentlichkeit auf den Mund küssen.
Wo bleibt da die Zuwendung?
Berührungen sind wichtig!

Nein, stattdessen wird ihnen suggeriert, dass sie ihre Großeltern anstecken und sie dadurch sterben könnten.
Was ein psychischer Druck wird da auf den Schultern der Kinder gelastet?

Kuscheltiere als Freundesersatz

Um dieses zu stemmen und die fehlenden Freunde zu ersetzen nehmen Kinder ihre Kuscheltiere.

Ja, du hast gerade richtig gelesen.
Es gibt Kinder, die imaginäre Freunde haben.
Sie bekommen Namen.
Der Tisch wird für sie mit gedeckt.

Diese Phase geht vorbei.

Doch gerade in dieser Krise suchen sich Kinder Ersatz für ihre fehlenden sozialen Kontakte.
Ersatz für ihre fehlende Freunde.

Was eignet sich da besser als Kuscheltiere?!
Mit diesen können sie sprechen.
Sie antworten für diese.
Sie spielen mit.
Sie begleiten dein Kind überall mit hin.

Mich macht das nachdenklich und traurig.
Und dich?

9. Co – Autorin 

„Was will ich wirklich im Leben?“

Plötzlich war da dieser Aufruf zur Blogparade von Sandra Liane Braun zum Thema: „Was will ich wirklich im Leben?“ Und die Zusatzinfo, dass die Beiträge in einem Buch veröffentlicht werden.

Bis ein paar Tage vor Einsendeschluss dachte ich: „Ach, mein Thema passt überhaupt nicht zu deinem Buch: das ist viel zu familienorientiert, nichts wirtschaftliches. Aber gleichzeitig so unglaublich wahr.
Ich habe gezögert und jeden Tag mit einer Absage gerechnet.
Und was ist passiert?
Du hast mein Kapitel in deinem Buch veröffentlicht!
Ein Traum von mir wurde wahr.

Ich danke dir von ganzem Herzen

Und ja, Träume werden wahr, wenn du daran glaubst

10. Mein erster Online – Vortrag

Online – Vortrag am 28.11.2020

Am 28.11. war es soweit: mein erster online Vortrag  fand statt.
Ich war sehr glücklich, dass ich dieses gemeinsam mit meiner Tandempartnerin Madeleine Gersbach veranstalten konnte.
Jeder von uns hatte 3 Tipps, damit du gemeinsam mit deiner Familie die Adventszeit entspannt genießen kannst.

Wahrscheinlich kannst du dir vorstellen, wie nervös wir beide waren.
Zumal wir uns Wochen vorher schon via eyeson (schweizerisches Pendant zu zoom) getroffen und das Webinar vorbereitet haben.

Eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Und daher wünsche mir, dass noch weitere gemeinsame Projekte stattfinden.

11. Familientradition Lebkuchenbacken

Familientradition – Lebkuchenbacken

Jedes Jahr aufs Neue stellen wir uns als Familie die Frage. „Wann backen wir unseren Lebkuchen und wer bekommt ein Stück?“
Jedes Jahr – 8 Bleche.

Dieses ist bei uns eine Familientradition.
Mein Mann, unser Sohn und mein Bonussohn.
Dieses Jahr hat uns sogar der beste Freund meines Bonussohnes unterstützt.

Am ersten Tag werden Walnüsse geknackt, Mandeln gehäutet und halbiert, Haselnüsse geröstet, geschält und halbiert.
Am zweiten Tag werden dann alle Zutaten genau abgewogen und zu einem Tag vermengt.

Um dir einen kleinen Einblick in unser Rezept zu geben: es sind 2,2 l Schlagsahne, 2,25 kg Honig und knapp 1 g (mit der Hand klein gemörserte) Zimtblüte im Teig enthalten.

26 Zutaten und zwei Tage später sind dann die Vorbereitungen abgeschlossen, der Teig fertig und das erste Blech kann in den Ofen geschoben werden. Dann einen Moment abkühlen lassen, mit geschmolzener Kuvertüre bestreichen und mit Nüssen, Mandeln und Pistazien verzieren.
Einpacken, verschicken und genießen.

12. Der erste Schnee

der erste Schnee

In der Nacht zum 1. Dezember schneite es so viel, dass es liegen blieb.
Die leuchtenden Augen meines Sohnes waren unbeschreiblich als er aus dem Fenster sah und den Schnee erblickte.
Ich glaube, er war am Morgen noch nie so schnell angezogen und startklar vor der Haustür, um zum Kindergarten zu gehen.
Da wir noch das Auto freikratzen mussten hatte er genügend Zeit um sich mit dem Schnee zu beschäftigen und die ersten Schneebälle zu werfen.
Ein glückliches und entspanntes Kind ging an diesem Tag in den Kindergarten.

13. Die Bürgermeisterwahl in Laubach

mein Beitrag zur Bürgermeisterwahl 2020

Wer mir schon länger folgt, der weiß, dass ich von der Politik gar nichts halte – vor allem, wenn ich meinen Blick in der momentanen Situation nach Berlin wende.
Doch es gibt Momente, da darf auch ich meine Meinung der Situation anpassen.
Denn schließlich werden Dinge in kleinen Schritten verändert.
Und so ist es mir ein absolutes Bedürfnis drei Buchstaben hier zu schreiben.
BER – diese stehen für Björn Erik Ruppel.

Ein Mann, der vor ein paar Monaten plötzlich an unserer Haustür stand, sich vorstellte und mit uns gemeinsam über die kommunale Politik, Laubach und seine Bürger und seine damit verbundene Leidenschaft redete.
Unser Herz gewann er direkt.
Denn er steht für #gemeinsamstarkfürganzlaubach.

Doch, erwarte kein Wunder, wenn du nichts dafür machst.
Und so konnte jeder Laubacher Bürger mit seinem Kreuz das Leben in Laubach verändern.

Denn einen Bürgermeister zu haben, der sich in Laubach auskennt, hier aufgewachsen, seine komplette Schullaufbahn hier absolviert hat und hier arbeitet, ist eine echte Bereicherung.

Ich persönlich habe mir einen Bürgermeister gewünscht, der mich als Bürger mit meinen Bedürfnissen wahr und ernst nimmt, ein offenes Ohr hat und sich persönlich Zeit nimmt.

Doch plötzlich war da meine Erkrankung und der damit verbundene Test.
Theoretisch hätte er Freitagfrüh da sein sollen, praktisch war es das nicht.

Und jetzt?
Verdammte scheiße.
Ich wollte doch wählen gehen!
Was macht man also in einer, zunächst aussichtslos erscheinenden, Situation?
Richtig! Man nutzt den Weg der Digitalisierung und schreibt dem Bürgermeisterkandidaten eine Nachricht per WhatsApp.

Prompt kam auch eine Antwort mit der genauen Beschreibung, was mein Mann tun darf.
Und so fuhr mein Mann am Sonntagmittag ins Rathaus nach Laubach, holte meine Wahlunterlagen, kam mit diesen zurück nach Hause.
Ich packte sie aus, setzte mein Kreuz an die richtige Stelle und verpackte alles so, wie es auf dem beiliegenden Zettel sowohl schriftlich als auch bebildert erläutert wurde.
Anschließend nahm mein Mann meine Wahlunterlagen, stieg wieder ins Auto und brachte sie zurück ins Rathaus.
Ja, das war es mir wert!

#gemeinsamstarkfürganzlaubach

Doch, wie sollte es anders sein – es kam zur Stichwahl am 20.12.2020.
Und kurz vor 20 Uhr stand das Ergebnis fest.
Ziemlich eindeutig: 44,5 % zu 55,5 % .

Leider hat es nicht gereicht.

Aber, so würde es Björn jetzt sagen, fair, offen und ehrlich, gratuliere ich dem Sieger: Matthias Meyer.

14. Zum Nikolaus nur eine Kleinigkeit?

Lauchzwiebel 40 fach vergrößert

Mein Sohn wünschte sich schon lange ein Mikroskop.
Doch so ein großes Geschenk zu Nikolaus?
Aus meiner eigenen Kindheit kenne ich es, dass Kinder eine Kleinigkeit bekommen. So viel wie in ihre geputzten Schuhe passt.
Doch der Heilige Nikolaus war ja auch spendabel.
Mmh.
Eine Frage des Gewissens.

Auf der einen Seite war da der Nachhaltigkeitsgedanke, das Brauchtum und auf der anderen Seite die Neugierde, die Wissbegierde meines Sohnes.

Da ich das Lernen meines Kindes begleiten möchte, habe ich mich für das Mikroskop entschieden.
Strahlende Kinderaugen packten dieses aus.
„Das habe ich mir schon lange gewünscht!“
Spätestens bei diesem Satz wusste ich, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Direkte durfte ich zwei Batterien suchen und wir fingen an Lebensmittel zu mikroskopieren.
Erst einen Wassertropfen, dann ein Grashalm, einen Krümel vom selbstgebackenen Keks und besonders angetan hatte es uns die Lauchzwiebel.

15. Mein Sohn lernt schreiben und rechnen

blau für Vokale, rosa für Konsonanten nach M. Montessori

Und plötzlich war mein Sohn ein Vorschulkind.
Wo ist denn die Zeit geblieben?
Er ist doch gerade erst auf die Welt gekommen – also vor 5,5 Jahren.

Wahnsinn, was so ein kleiner Mensch alles in 5,5 Jahren lernen kann und möchte.
Ich kann mich noch an einen Monat vor seinem 4. Geburtstag erinnern, als er das erste Mal seinen Namen geschrieben hat: auf die Einladungskarte für seine Gäste.
Natürlich im Paw Patrol Stil.

Paw Patrol Einladungskarte zum 4. Geburtstag

Und jetzt?
Jetzt rechnet er im Zahlenraum bis 20.
Und möchte wissen, wie man Wörter schreibt.

Am 19.Dezember fragte er mich wie man „Feuerwehrauto“ schreibt und wie viele Buchstaben das Wort hat.
Ich schrieb ihm das Wort auf ein Blatt Papier vor und er legte es mit Magneten auf seine Magnettafel.
Als er fertig war, sagte ich:
„Feuer hat 5 Buchstaben, Wehr 4 und Auto 4.“
Er schaute mich an.
„4+4=8, 8+5=13.
Mama, Feuerwehrauto hat 13 Buchstaben!“

Ich war erstaunt.

Und zählen auf Englisch bis 10 ist auch klar.
Ja ne.
Als Erzieherin weiß ich natürlich, dass dieses ein Teil der kindlichen Entwicklung ist.
Aber als Mama?!?
Als Mama bin ich emotional.
Mein Sohn wird größer.
Hat eine Menge Spaß zu lernen.

Natürlich macht es mich stolz und ich freue mich darüber.
Aber kann bitte mal jemand die Zeit anhalten.

Mir geht das zu schnell

Mama, Papa und Eule am 20.12.2020

16. Mein Ende des Jahres: Zeit für 2 Fortbildungen

Kursleiterin Autogenes Training

Für viele bedeutet die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester eine ruhige Zeit.
Eine Zeit, der Besinnung.
Eine Zeit, des Rückblicks.
Für einige ist das sogar Urlaubszeit.

Für mich war es die zweite Zeit des Jahres für Fortbildungen.
Aufgrund von Corona fand diese digital statt.

Aber von vorne: Heike ist die Leiterin der Turnfabrik in Lich, Leiterin der SuperMAMAfitness Akademie und hat aufgrund der Krise mal eben in absolut erstaunlicher Höchstzeit ihre kompletten Fortbildungen und Kurse digitalisiert.

Eine Hammer Leistung, der ich absoluten Respekt zolle.
Ach so, falls du es noch nicht wusstest: sie ist dreifache Mama.

So hieß es für mich ab dem 22. Dezember täglich lernen, schreiben, mich selbst reflektieren Audiogramme aufnehmen und am Ende zwei eigene 4 Wochen und einen 8 Wochen Plan schreiben und eine eigene Kursstunde aufnehmen.

Puh.
Eine starke Leistung, wie ich persönlich finde.
Den Antrag für beide Kurse habe ich dann auch bei der Zentralen Prüfstelle für Prävention eingereicht. Ich bin gespannt.

Entspannungstrainer für Kinder

Nun darf ich mich offiziell „Kursleiterin Autogenes Training“ und „Entspannungstrainerin für Kinder“  nennen.

Mein Jahr 2020 in Zahlen

366 Mitglieder in meiner Facebookgruppe: Trotzphase braucht Mut zur Wut
840 Abonnenten auf Instagram
1258 Kontakte auf Linkedin
95 veröffentlichte Blogbeiträge

Mein Ausblick 2021

Elternbegleitung während der Kindergartenzeit in 2 Varianten
„Wut gelassen begleiten“ Kursstart am 17. Januar 2021 (6 Wochen Gruppenkurs)
„Miteinander reden – Warum dir dein Kind nicht immer zuhört“ Kursstart am 07.03.2021 (15 Wochen Gruppenkurs)

Wie war dein Jahr 2020?

10 Kommentare zu „Jahresrückblick 2020 – ein Jahr voller unerwarteter Momente

  1. Ich bin sehr berührt. Danke für deinen Rückblick und Einblick in dein Leben.

    Gefällt 1 Person

    1. Sehr, sehr gerne.
      Darf ich fragen, was genau dich berührt hat?
      Liebe Grüße Maria

      Gefällt mir

  2. Sehr schöner Rückblick – wie deine Texte überhaupt! Ich mag die Vielseitigkeit deiner Beiträge und dass du oft Dinge hinterfragst, ohne andere Sichtweisen abzuwerten. Alles Gute dir und deiner Familie zum Jahresende!😊 Sarah

    Gefällt 1 Person

    1. Oh, ähm.
      Dein Kommentar berührt mich grad sehr.
      Mir fehlen die Worte.
      Tränen rollen über meine Wangen.
      Ich danke dir sehr.
      Liebe Grüße Maria

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  3. Madeleine Gersbach 29. Dezember 2020 — 22:16

    Liebe Maria. Endlich hab ich die Zeit gefunden, deinen Jahresrückblick zu lesen. Vielen Dank für deine spannenden Zeilen und für die tolle Zusammenarbeit mit dir :-). Ich drücke dir für das, was nächstes Jahr kommt, fest die Daumen. Liebe Grüsse Madeleine

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Madeleine,
      Ich danke dir von ganzem Herzen, dass du ein Teil meines Jahres warst.
      Du wirst das nächste Jahr rocken.
      Da bin ich fest von überzeugt.
      Lg Maria

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