11 Frauen, die mich in meinem Leben beeinflusst haben

Wenn ich mich für etwas in meinem Leben schon sehr früh begeisterte, dann war es das Lesen.
Stundenlang konnte ich mich in diversen Büchern verlieren, teilweise musste man mir dieses sogar wegnehmen.
Dadurch haben 11 Frauen mein Leben, meine Rolle als Mama und auch als Erzieherin in einem Kindergarten beeinflusst.
11 Frauen, durch die sich mein Bild aufs Kind verändert hat und mein Leben ein anderes wurde.
Denn gerade die folgenden Frauen sind es, die ich dir mit meinem Beitrag zur Blogparade der Münchner Stadtbibliothek „Frauen und Erinnerungskultur“ vorstellen mag.
Aber lies selbst.

1. Renate Zimmer

Handbuch der Bewegungserziehung

Dr. Renate Zimmer eine deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Professorin an der Universität Osnabrück auf dem Gebiet der frühkindlichen Bewegungserziehung.
Sie entwickelte das Konzept einer kindorientierten Bewegungserziehung und beschreibt darin sowohl die Bedeutung von Körper- und Bewegungserfahrungen als auch welchen Stellenwert Bewegung für Kinder haben sollte und wie Erzieher dieses begleiten können.

Sie ist Autorin von mehr als 50 Fachbüchern, u. a. zu den Themen Entwicklungsförderung von Kindern, Frühkindliche Bildung, Bewegtes Lernen, Bewegungserziehung, Psychomotorik, Sprache und Bewegung, Sinneswahrnehmung und Gründerin der Initiative „Bewegte Kindheit“.

2. Frida Kahlo

Museo Frida Kahlo, Mexico City

Frida Kahlo de Rivera (* 6. Juli 1907 Mexiko-Stadt; † 13. Juli 1954 ebenda) war eine mexikanische Malerin.

Frida Kahlos Mutter war Analphabetin, sie brachte Frida und ihren vier Schwestern früh das Nähen und Sticken sowie das Erledigen der Hausarbeit bei. Zudem bestand sie auf den täglichen Besuch der Kirche. Frida und ihre jüngere Schwester Cristina lehnten sich jedoch gegen das Weltbild der Mutter auf.

Am 17. September 1925 wurde Frida Kahlo Opfer eines Busunglücks, bei dem sich eine Stahlstange durch ihr Becken bohrte, so dass sie ihren Alltag fortan immer wieder liegend und in einem Ganzkörpergips oder Stahlkorsett verbringen musste. Zum Zeitvertreib begann sie, im Bett zu malen.

Im September 1926, mit 19 Jahren, malte sie ihr erstes Selbstporträt, „das Selbstbildnis mit Samtkleid“. Entgegen allen medizinischen Prognosen lernte Frida Kahlo wieder gehen, gleichwohl litt sie ihr ganzes Leben unter den Folgen des schweren Unfalls. Das Malen wurde zum Ausdruck ihrer seelischen und körperlichen Qualen. Infolge des Unfalls konnte sie keine Kinder bekommen. Mehrere Fehlgeburten verarbeitete sie in Bildern wie „Meine Geburt“; über den Schmerz hinwegtrösten konnten sie jedoch nicht.

Frida Kahlo heiratete am 21. August 1929 den 20 Jahre älteren mexikanischen Maler Diego Rivera, der aufgrund seiner riesigen politisch-revolutionären Wandbilder bereits weltberühmt war.

3. Sabine Dinkel

Gute Tage trotz krebs

Sabine Dinkel war selbstständiger Business Coach, Existenzgründerberaterin und frisch gebackene Buchautorin, als sie von heute auf morgen die Diagnose „Krebs“ erhielt.
Da sie in ihrem Leben immer mit pragmatischen, spielerischen und humorvollen Strategien durch Krisen gegangen ist, sagte sie sich auch bei dir Diagnose:
„Meinen Humor kriegt der Arsch nicht. Dem zeig ich´s!“
Nach über vier Jahren, die Sabine mit der Erkrankung Krebs gewuppt hat, ist sie im Sommer 2020 von uns gegangen.
Besonders mich, die im Jahre 2019 selbst die Diagnose „Brustkrebs“ erhalten hat, hat sie mit ihren Facebookpostings und ihrem Buch „Gute Tage trotz Krebs“ immer wieder zum Lachen und Nachdenken gebracht. Denn auch, wenn das Leben im Moment der Diagnose stillsteht, dreht es sich trotzdem weiter.
Denn die kleinen Momente, sind es, die gewertschätzt werden wollen.

4. Vera F. Birkenbiel

Kommunikationstraining

Vera F. Birkenbiel war Leiterin des Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten und eine der ganz großen der Seminar-Szene.
In einem Klassiker ihrer Bücher „Kommunikationstraining“ schreibt sie über die Anwendung der richtigen Kommunikationsregeln und wie diese helfen können sich selbst und andere besser zu verstehen und in herausfordernden Situationen erfolgreich zu kommunizieren.

5. Elfriede Hengstenberg

„Wir alle kennen diese ursprünglichen Regungen der Kinder, die immer wieder darauf hinauslaufen, allein probieren zu wollen. Wir sollten nur noch mehr darum wissen, dass diese unermüdliche Überwindung von Widerständen aus eigener Initiative dem Kind jene Spannkraft verleiht, die wir ihm zu erhalten wünschen, und dass die Freude an der Auseinandersetzung mit Schwierigkeiten darauf beruht, dass es selbständig beobachten, forschen, probieren und überwinden durfte.“

Maria bei der Hengstenberg – Bewegungsfortbildung

Elfriede Hengstenberg (1892-1992) war von 1915 bis 1980 in Berlin als Bewegungspädagogin privat und als freie Mitarbeiterin an Schulen tätig. Von 1928 bis 1933 unterrichtete sie an der Montessorischule
Berlin-Dahlem, und 30 Jahre hatten Kinder einer Zehlendorfer Privatschule statt der üblichen Turnstunden Unterricht bei ihr. Privat kamen auch jüngere Kinder etwa vom vierten Lebensjahr an und Kinder und Jugendliche anderer Schulen einzeln oder in Gruppen zu ihr. Sie versuchte wo immer möglich die Mitarbeit der Eltern, der von ihr betreuten Kinder, zu erreichen. Sie vermittelte ihnen wie auch Pädagogen und anderen interessierten Erwachsenen ihr Anliegen eines respektvollen Umgangs mit Kindern.
Mit Besorgnis sah sie den Zustand, in dem die meisten Schulkinder zu ihr kamen. Ihre Schlaffheit oder Vertobtheit, die zu Haltungsschäden oder anderen Auffälligkeiten führten, sah sie schon damals als
Reaktion auf Anforderungen, die dem wachsenden, kindlichen Organismus nicht entsprachen.
Daher wählte und erfand sie Aufgaben und Geräte, bei denen die Kinder Lust hatten allein zu experimentieren. Sie ließ sie selbständig erforschen, wie sie auf Hindernisse und Schwierigkeiten angemessen reagieren konnten. So entdeckten die Kinder mit eigenen Sinnen Zusammenhänge zwischen ihrer Verhaltensweise und dem spielenden Gelingen oder Nicht-Gelingen eines Versuches.
Dadurch waren sie auch bereit, ihre Einsichten ins tägliche Leben zu übertragen.
Elfriede Hengstenberg war zu dieser Einstellung und Unterrichtsweise durch ihre jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Elsa Gindler und ihr Studium bei Heinrich Jacoby gekommen.

6. Emmi Pikler

Pikler – päd. Ansätze für die Kita

Emmi Pikler wurde 1902 in Wien geboren und erhielt an der Wiener Universitäts-Kinderklinik eine pädiatrische Fachausbildung, die ihr den Umgang mit Kindern gelehrt hat, worauf sie die Pikler – Pädagogik entwickelt hat.
Diese steht für eine achtsame Haltung dem Kind gegenüber, einer aktiven Bewegungsentwicklung sowie das eigenständige Spiel.
Emmi Pikler war es wichtig, dass sich vor allem durch das selbstständige entwickeln des Kindes eine Persönlichkeit entwickeln kann.
Durch sichere stabile Beziehungen ist es die Aufgabe der Erzieherin dem Kind Geborgenheit zu vermitteln.
Sie starb 1984.

7. Maria Montessori

Maria Montessori

Maria Tecla Artemisia Montessori (* 31. August 1870 in Chiaravalle; † 6. Mai 1952 in Noordwijk aan Zee) war eine italienische Ärztin, Reformpädagogin und Philosophin. Sie entwickelte die Montessoripädagogik, welche die Zeitspanne vom Kleinkind bis zum jungen Erwachsenen abdeckt.
Diese Pädagogik prägte das Bild vom Kind, nach welchem das Kind einen „inneren Bauplan“ besitzt, nach dem es sich entwickelt und somit Baumeister seines eigenen Ichs und Akteur seines eigenen Lebens ist.
Sie hat durch dieses Bild vom Kind jedem Kind ermöglicht großen Respekt vor dessen eigener Individualität zu haben.
Spezielle Talente werden respektiert und Rücksicht auf jeweilige Eigenschaften genommen, so dass jede geistige Regung von Beginn an beachtet, verstanden und begleitet wird.

Die neue Erzieherin hat Achtung vor der Persönlichkeit des Kindes und darf es bei der Persönlichkeitsentwicklung begleiten.
Sie benötigt Geduld, um den jeweiligen Entwicklungsstand jedes einzelnen Kindes zu wissen, um dieses individuell zu begleiten.
Die Erzieherin sieht sich als Helferin und Dienerin zur Entwicklung selbstständiger Persönlichkeiten und hat sowohl die Aufgabe die vorbereitete Umgebung reizvoll zu gestalten als auch mit Geduld den Gebrauch der Materialien zu erklären.
Damit der erzieherische Auftrag zum Selbstbau der kindlichen Persönlichkeit gelingen kann, ist eine intensive Zusammenarbeit von Elternhaus und Institutionen / Kooperationspartner von großer Bedeutung, denn die Elternarbeit ist das Fundament ihrer Arbeit.

Die Beobachtung ist der Schlüssel der Erwachsenen zur Welt der Kinder
die Kunst das Verhalten der Kinder zu „lesen“ und adäquate Angebote zu gestalten.

8. Luise Reddemann

Imagination als heilsame Kraft

Prof. Dr. med. Luise Reddemann ist Nervenärztin, Fachärztin für psychotherapeutische Medizin Psychoanalytikerin.
Sie arbeitet als Honorarprofessur für Psychotraumatologie und psychologische Medizin an der Universität Klagenfurt und führt Fortbildungsveranstaltungen auf dem Gebiet der Psychotraumatologie durch.
Am Ev. Johannes-Krankenhaus in Bielefeld entwickelte sie ein Konzept zur Behandlung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen, die „Psychodynamisch Imaginative Traumatherapie (PITT).
Dieses Konzept beruht zum einen auf heilsamen Imaginationsübungen und zum anderen auf der Unterstützung und der Entfaltung der vorhandenen Selbstheilungskräfte der Betroffenen.
Denn psychische und psychosomatische Erkrankungen liegen in vielen Fällen traumatische Erfahrungen in der Kindheit zugrunde.

9. Maria Aarts

Marte Meo

Maria Aarts, die Begründerin der Marte Meo Methode, kommt aus den Niederlanden.

Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie mit autistischen Kindern und Familien aus Brennpunktgebieten.
Irgendwann sprach sie eine Mutter unter Tränen an, dass sie auch sehr gerne in der Lage wäre, den gleichen Kontakt zu ihrem Kind zu haben wie Maria Aarts. „Sie haben den Kontakt zu ihm, den ich als Mutter nie mit ihm hatte. Können Sie mir nicht zeigen, wie man das macht? [..] Ich besitze nicht die Informationen, wie ich mein eigenes Kind erziehen kann, das im Vergleich zu anderen Kindern so verschieden ist.“
Das war Maria Aarts Anreiz, dank dessen sie eine ganz andere Erzieherin wurde.

Aus ihrer angeborenen Gabe zu differenzierten Beobachtungen der Interaktionen zwischen Menschen entwickelte sie in den 1970er Jahren die Marte Meo Methode, mit der sie heute in über 43 Ländern dieser Welt tätig ist.

Marte Meo (lat.) bedeutet so viel wie etwas „aus eigener Kraft erreichen“.

10. Maiken Nedergaard

Maiken Nedergaard ist eine dänische Neurobiologin am University of Rochester Medical Center und am Center for Basic and Translational Neuroscience der Universität Kopenhagen. In Rochester ist sie Professorin in den Abteilungen Neurologie und Neurowissenschaften und in Kopenhagen in der Abteilung Glial Therapeutics.
Im Jahre 2013 stellte sie an der Medizinischen Fakultät der Rochester Universität eine Theorie auf.
Nach dieser werden, währenddessen wir schlafen, die Gliazellen des Gehirns mit Hilfe von Zerebrospinalflüssigkeit das Gehirn buchstäblich waschen:
unnötige Verknüpfungen im Gehirn werden entfernt, während wichtige Verknüpfungen verstärkt werden.

Dieses ist besonders in der Kindheit wichtig.
Denn das Zurücksetzen des Gehirns, während des Schlafens, ist eine wichtige Voraussetzung sowohl für das Leben als auch für die kognitive Entwicklung.

11. Elisabeth von Thüringen

Wartburg bei Eisenach

Elisabeth von Thüringen (* 1207 in Ungarn; † 17. November 1231 in Marburg an der Lahn), auch Elisabeth von Ungarn genannt, war eine ungarische Prinzessin und deutsche Landgräfin. Sie ist eine Heilige der katholischen Kirche und galt in Deutschland zeitweise auch als „Nationalheilige“.
Als Landesfürstin war das Geben von Almosen für Elisabeth nicht mehr ausreichend. Sie begann Kranke und Bedürftige zu pflegen, spann Wolle und webte mit ihren Dienerinnen daraus Tücher, die sie unter den Armen verteilte.
Elisabeth wusch und bekleidete Verstorbene und sorgte für ihre Beerdigung.
Ab dem Jahr 1226, als eine schwere Hungersnot begann, half sie außerdem in dem Spital, das sie am Fuß der Wartburg errichten ließ, persönlich bei der Pflege der, durch eine Krankheit schwer entstellten, Kranken.
Auch zeigte sie eine liebevolle Zuwendung besonders zu Kindern: sie herzte und liebkoste auch die aussätzigen, schmutzigen und entstellten Kinder; kaufte ihnen sogar als Spielzeug Glasringe und kleine Töpfe.
Während ihr Mann am Hof des Kaisers in Cremona weilte, ließ sie in allen Teilen des Landes die landgräflichen Kornkammern öffnen, um die hungernde Bevölkerung zu versorgen.
Diejenigen, die noch arbeitsfähig waren, erhielten Arbeitsgeräte und feste Kleidung, um für sich selbst zu sorgen.

Mir selbst begegnete der Name Elisabeth von Thüringen relativ früh, da ich in Eisenach geboren wurde, regelmäßig auf schulischen Wandertagen auf der Wartburg war und selbst ab der sechsten Klasse das Elisabeth-Gymnasium in Eisenach beuchte.
Während meiner Grundschulzeit in Eisenach hatten wir in der vierten Klasse eine Projetwoche, in der ich mich mit meinen Mitschülern mit dem Wirken der Heiligen Elisabeth beschäftigt haben. Im Rahmen dieser entstand auch eine VHS (Videokassette) mit der von uns nach gespielten Legende des „Rosenwunders“.
Ab der neunten Klasse entschied ich mich zuzüglich zu der zweiten Fremdsprache (Englisch, Latein) für die nächsten zwei Jahre den musisch-künstlerischen Zweig zu gehen und somit sowohl mehr Kunst und Musik als Unterrichtsfach zu haben als auch das Fach darstellendes Spiel, wo mir das Wirken Elisabeth von Thüringen wieder begegnete.

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2 Kommentare zu „11 Frauen, die mich in meinem Leben beeinflusst haben

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