Warum schlafen wir?

Bis zu einem Alter von Anfang bis Mitte 20 Jahren verläuft die biologische Entwicklung unseres Gehirns. Daher ist es unglaublich wichtig, dass dein Kind ausreichend schläft.
Denn während dein Kind schläft findet der größte Teil seiner Entwicklung statt.

Weshalb schlafen wir?

Wie wichtig ausreichend Schlaf schon ab dem frühen Kindesalter sein kann, verdeutlicht nun auch eine Studie von Elsie Taveras vom Massachusetts General Hospital for Children und ihren Kollegen. Die Wissenschaftler untersuchten 1046 Kinder und entdeckten dabei: Zu kurze Schlafenszeiten im Alter von drei bis sieben Jahren gehen bei den Kleinen offenbar auch mit Problemen in Denkvermögen und Sozialverhalten einher und kann einen Rückschritt von 2 Jahren in der Gehirnentwicklung bedeuten.

Schlafbedarf pro Tag

Schlafprobleme in der Bevölkerung

Laut der norwegischen Behörde für Gesundheit hat jeder dritte Erwachsene wöchentlich mit Schlafproblemen zu kämpfen.

In der Bevölkerung gehören Schlafprobleme zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen.
Sie sind auch eines der ersten Symptome für die meisten psychischen Störungen.

Sowohl Kinder als auch Erwachsene benötigen ausreichend Schlaf.

Was bedeutet ausreichender Schlaf?

Schlafen

Ausreichender Schlaf bedeutet mehr als wir denken.

Während wir schlafen,
• verliert unser Gehirn den Kontakt zur Außenwelt,
• sinkt unser Blutdruck,
• sinkt die Körpertemperatur,
• verlangsamt sich die Herz- und Lungenfunktion.

Gleichzeitig macht das Gehirn eine sogenannte Großreinigung, es wird also sozusagen „gewaschen“.

Im Jahre 2013 stellte die dänische Hirnforscherin Maiken Nedergaard an der Medizinischen Fakultät der Rochester Universität eine Theorie auf.
Nach dieser werden, währenddessen wir schlafen, die Gliazellen des Gehirns mit Hilfe von Zerebrospinalflüssigkeit das Gehirn buchstäblich waschen:
unnötige Verknüpfungen im Gehirn werden entfernt, während wichtige Verknüpfungen verstärkt werden.

Dieses ist besonders in der Kindheit wichtig.
Denn das Zurücksetzen des Gehirns ist eine wichtige Voraussetzung sowohl für das Leben als auch für die kognitive Entwicklung.

Wenn das Kind also am Morgen aufwacht, ist das Gehirn gewaschen und gereinigt und bereit für neue Erfahrungen und Eindrücke.
Unnötige Informationen wurden in der Nacht, als das Kind schlief, gelöscht.

So kann sich das Kind sowohl anders konzentrieren und erinnern als auch bereit für die Entwicklung und das Lernen sein.
Außerdem hat der Körper, während das Kind geschlafen hat, Wachstumshormone produziert, die das Kind wachsen lassen und beschädigte Zellen repariert.
Auch hat die Immunabwehr des Kindes während des Schlafens gearbeitet und dazu beigetragen die Widerstandskraft des Körpers zu stärken wie z. B. gegen Stress.

„Das Gehirn hat nur begrenzte Energie für die Beseitigung und es scheint, als müsse es sich zwischen zwei Funktionszuständen entscheiden – zwischen Wachsein und Aufmerksamkeit oder zwischen Schlaf und Aufräumen“, erklärt Frau Prof. Dr. Maiken Nedergaard. „Das kann man sich wie eine Party bei sich zu Hause vorstellen. Man kann entweder die Gäste unterhalten oder das Haus aufräumen, aber man kann nicht wirklich beides zur selben Zeit machen.“

Die Schlaffunktionen des Körpers

Die Schlaffunktionen des Körpers sind nicht, wie bisher angenommen, an ein bestimmtes Schlafzentrum im Gehirn gebunden, sondern bestehen aus einer komplexen Interaktion zwischen verschiedenen Teilen des Nervensystems und Körpers.

Auch wird der Schlaf sowohl durch das Tageslicht als auch den Körper und das Gehirn gesteuert.

Was hat das Melatonin damit zu tun?

Wenn wir also morgens aufwachen, geschieht es dadurch, dass die Zellen auf der Netzhaut im hinteren Teil des Auges registrieren, dass es heller wird.
Diese Zellen senden dann Signale an den Hypothalamus des Gehirns, dass es Morgen und Zeit zum Aufstehen ist.
Wenn wir aufwachen, ist der Melatoninspiegel im Körper niedrig.
Dadurch fühlen wir uns wach und ausgeschlafen. Wenn das Licht schwächer und es Abend wird, steigt die Melatoninproduktion des Körpers wieder an, und wir werden müde.
Melatonin ist derjenige Botenstoff, der für den Schlaf am wichtigsten ist.

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