Wirkung der Märchen bei Kindern

“Soll eine Geschichte ein Kind fesseln, so muss sie unterhaltsam sein und seine Neugier wecken. Um aber sein Leben zu bereichern, muss sie seine Fantasie anregen und ihm helfen, seine Verstandeskräfte zu entwickeln und seine Emotionen zu klären. Sie muss auf seine Ängste und Sehnsüchte abgestimmt sein, seine Schwierigkeiten aufgreifen und zugleich Lösungen für seine Probleme anbieten. Sie darf dabei die kindlichen Nöte nicht verniedlichen und das Vertrauen in das Kind und in seine Zukunft stärken.”  – Bruno Bettelheim

Eine Serie, und das sind Märchen für mich, passen meiner Meinung nach in jede Altersstufe des Menschen und auch zu jeder Jahreszeit. Sie sind für mich allgegenwärtig und ein Teil meines Lebens. Nicht zuletzt kann ich dieses als Mama und Erzieherin auch ausleben und damit den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Welche Bücher für mich besonders in die Adventszeit passen, kannst du in diesem Artikel nachlesen: 5 Bücher für die Winter- / Weihnachtszeit für dein Kind

Bruno Bettelheim

Märchen passen meiner Meinung nach in jede Altersstufe des Menschen und auch zu jeder Jahreszeit. Sie sind für mich allgegenwärtig und ein Teil meines Lebens. Nicht zuletzt kann ich dieses als Mama und Erzieherin auch ausleben und damit den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Wirkung von Märchen bei Kindern

• Märchen spiegeln deinem Kind in Symbolen die Herausforderung wieder, den eigenen Lebensweg zu gehen.
Sie vermitteln die Botschaft, dass es nach diesem Reifungsprozess als Helden mit einem glücklichen Ausgang des Abenteuers wiederkehren wird.

• Märchen erzählen nachvollziehbar symbolhaft von Wünschen, Sehnsüchten, Ängsten, Schwierigkeiten und Nöten: dein Kind spürt während seiner Entwicklung immer wieder den Willen zur Selbständigkeit und die Angst vor Trennung andererseits: egal ob es das erste Mal bei einem anderen Kind übernachtet oder es in den Kindergarten gehen wird.

• Aufgrund ihrer animistischen Vorstellung verwundert es dein Kind nicht, wenn Tiere sprechen oder wundersame Helfer zur Seite stehen.

• In den Märchen findet dein Kind die Bilder seines kindlichen Denkens und Erlebens wieder.

• Das Wichtigste im Märchen ist die Erfüllung des Glaubens, dass alles zu einem glücklichen Ende führt. Mit dieser Zuversicht können Ängste besiegt werden. Wer diese Lebenszuversicht hat, glaubt auch an das Leben selbst.

• Märchen vermitteln deinem Kind, dass es wichtig ist, alles Nötige stehst zu tun und Schritt für Schritt im Leben voran zu schreiten.

Aufbau von Märchen

Durch die Eingangsformel “Es war einmal …” heben Sie die Gegenwart auf und führen in das Geschehen ein.
Durch Verse und deren Wiederholung hat dein Kind eine sichere Handlungsstruktur.
Die Schlussformeln “Und wenn …” am Ende des Märchens setzen den erwarteten beruhigen Schluss, eine Notwendigkeit im wörtlichen Sinne, eine Wendung der Not!

Ziele beim Vorlesen, Erzählen und Spielen von Märchen

• Märchen beschreiben alle Seiten des menschlichen Lebens und machen dadurch Mut und stärken das Selbstvertrauen, denn der Grundton des Märchens heißt: Vertraue!

• Dein Kind findet durch Märchen ins seelische Gleichgewicht. Gut und Böse werden gleichermaßen dargestellt aber niemals in Bildern beschrieben. Die Flächenhaftigkeit des Märchens bewahrt dein Kind vor einer emotionalen Überforderung.

• Märchen helfen bei Ablösungsprozessen, Identitätsfindung und Emanzipation. Dein Kind ahnt, dass die „Lebensherausforderung“ Menschsein bedeutet, vor Lebensaufgaben gestellt zu werden, die zu „meistern“ sind und die eine glückliche Zukunft verheißen. Diese Zuversicht verleiht dem Kind Kraft in Sicherheit, Selbstvertrauen und Selbstachtung erwachsen zu werden.

• Märchen dienen als Ausgleich zur dominanten intellektuellen Förderung, denn sie aktivieren ein Gegengewicht, das den eigenen Bilderschatz in der Seele weckt und belebt.

• Das Märchen zeigt Verhaltensmodelle von Helden auf. So werden innere Bilder vom „Helden in uns“ gestärkt. Dein Kind identifiziert sich mit den guten Märchenfiguren.

• Es löst moralische Haltungen aus.

• Es verschafft Freude, Befriedigung und emotionale Sicherheit durch den guten, sicheren Ausgang.

• Es trägt bei deinem Kind zur unbewussten Bewältigung innerer Konflikte und Ängste bei.

• Märchen setzen Fantasie und Vorstellungskraft in Gang.

• Märchen machen „altgierig“, wecken Sehnsüchte nach dem was einmal war.

• Durch das Lesen oder Erzählen von Märchen erhält dein Kind Zuwendung von Erwachsenen in einer alten, traditionellen Weise. Dein Kind darf diese Erzähl- und Vorlesesituation genießen.

• Märchen bieten vielfältigen „Stoff“, den dein Kind im Rollenspiel nachspielen und so menschliche Grundthemen spielerisch nacherleben und emotional bearbeiten kann.

Welche Märchen liest du deinem Kind vor?

Oder sind es eher Serien, die ihr gemeinsam schaut, so wie es sowohl das Thema beim „Blogvent2020“ ist als auch bei meiner Bloggerkollegin Tüdelbands Näh Sammelsurium?

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