Trennung der Eltern

Am 8. März ist Frauentag. Ein Tag, an dem einige Männer ihren Frauen Rosen schenken.

Doch warum eigentlich?

Wäre es nicht angebrachter der Frau jeden Tag Wertschätzung, Respekt, Anerkennung und mehr Rechte entgegenzubringen?

Rights, not roses – ist der Titel einer Blogparade, an der ich mit diesem Artikel teilnehme, um auf die Situation der Frauen, welche sich von ihrem Partner trennen und das Kind bei ihrem Ex lassen, aufmerksam machen.

Kommen dir folgende Sätze bekannt vor?

„Er hat alles für dich gemacht!“

„Jeden Tag als du von der Arbeit nach Hause kamst hat er für dich gekocht und das Essen stand auf dem Tisch!“

„Mein Mann unterstützt mich nicht im Haushalt!“

„Du hattest gar keinen Grund dich zu trennen!“

„Ihr habt ein gemeinsames Kind. Da kannst du dich nicht trennen!“

„Du darfst deine Familie nicht im Stich lassen!“

Jeder weiß es besser

Jeder weiß es besser. Jeder hat eine Meinung. Darf er / sie ja auch. Wenn er sie dann noch für sich behalten würde und diese nicht einfach ungefragt von sich geben würde, wäre es ein Traum.

Denn niemand, außer dir und deinem Partner / deiner Partnerin wissen, was wirklich passiert ist. Keiner weiß zu 100 % was hinter eurer Tür geschehen ist. Was der Auslöser war beziehungsweise ist.

Auch hat jeder Mensch eine andere Vorstellung von seinem Leben, von seiner Beziehung.

Diese Vorstellung kann und wird sich in deinem Leben auch immer wieder verändern. Sie passt sich deinem Leben, deinen Veränderungen in deinem Leben an.

Doch, was passiert, wenn sich die Vorstellungen deines Partners nicht mit verändern?

Leben ist Veränderung

Ein Moment, ein Lied, ein neuer Arbeitsplatz, ein Urlaub, ein neues Familienmitglied- all dies sind Veränderungen, die unsere Vorstellungen, unser Leben beeinflussen können.

Sie verändern uns persönlich.

Manchmal jedoch den Partner nicht.

Du kannst natürlich mit deinem Partner über deine neuen, veränderten Einstellungen sprechen.

Doch, ob das auch für ihn passend ist, ob auch er sich verändern wird, entscheidet ganz allein er selbst.

Vielleicht denkt er drüber nach und möchte auch ein weiter bestehen der Beziehung.

Ein erneuter Versuch

Und so startet ihr einen erneuten Versuch eure Beziehung zu retten.

Den wievielten eigentlich?

Denn beim Nachdenken über die Meinungen der Anderen denkst du noch einmal über die positiven Momente eurer Beziehung nach: über die gemeinsamen Erlebnisse, gemeinsamen Kinder, die geplante gemeinsame Zukunft.

Ihr setzt euch zusammen und sprecht euch aus: sprecht über Erwartungen, Ängste, Gefühle.

Und versucht es noch einmal.

Er verändert sich. Du veränderst dich.

Die Stimmung ist wieder einigermaßen harmonisch.

Zumindest für den Moment und nach außen.

Denn schon bald bemerkst du, dass dich immer noch die selben Charakterzüge an deinem Partner stören. Das auch du dich verändert hast.

Du haderst mit dir.

Willst die gemeinsamen Jahre eigentlich nicht wegwerfen. Schließlich hattet ihr eine gemeinsame Zukunft geplant. Und dein Partner so viel für dich gemacht.

Doch du kannst und willst so nicht leben.

Der Moment der Trennung

Du trennst dich.

Im ersten Moment spürst du ein Gefühl der Erleichterung.

Doch schnell stellt sich ein Gefühl der Überforderung, der Angst, der Schuld ein.

Wie sagt ihr es eurem Kind?

Wo soll eurer Kind leben?

Wer zieht aus?

Wie lässt sich das Leben finanziell sichern?

Und überhaupt: Wie soll es jetzt weitergehen?

Dein Lebensmittelpunkt verändert sich

Mit der Trennung von euch als Eltern geht ein Auszug von einem von euch einher.

Entschließt du dich auszuziehen und dein Kind beim Vater zu lassen ist dies ungewöhnlich.

Aber warum?

Dein Kind hat seinen Lebensmittelpunkt genau dort. Es geht dort in den Kindergarten, hat seine Freunde in der Umgebung, hat seine Vereine vor Ort.

Wenn du dich dort jedoch nicht mehr wohl fühlst, dein Partner und euer Kind aber schon.

Warum darfst du dann nicht alleine gehen?

Warum wird von der Gesellschaft erwartet, dass du als Mutter dein Kind bei einer Trennung mit nimmst?

Weil du die Mutter bist?!?

Weil du die Mutter bist?

Hast du nicht auch ein Recht auf ein glückliches Leben?

Ein Leben, so wie du es dir vorstellst?

Denn nur, weil du Mutter bist, heißt das noch lange nicht, dass du dein komplettes Leben nach deiner Familie und nach deinem Kind zu richten hast.

Denn neben der Rolle als Mutter hast du auch noch die Rolle als Partnerin. Und als Frau, du selbst.

Rights, not roses

Warum wird von der Mutter immer erwartet, dass sie die Kinder mit nimmt?

Warum wird von Müttern erwartet, dass sie Teilzeit arbeiten und nebenbei noch Haushalt und Kinder versorgen?

Warum haben Mütter nicht auch das Recht aus einer Beziehung zu gehen, auszuziehen und die Kinder bei deren Vater zu lassen? Es ist ja schließlich kein billiger Babysitter sonder der andere Elternteil.

Frauen wollen nicht zu irgendwelchen Kommerztagen, wie zum Beispiel Valentinstag oder Frauentag Rosen bekommen.

-Anmerkung der Bloginhaberin: dazu könnt ihr lieben Männer auch die restlichen 363 Tage im Jahr nutzen 😉

Frauen wollen Anerkennung.

Frauen wollen Rechte

Bis vor Kurzem war es üblich Frauen in Bewerbungsgesprächen zu fragen, ob sie vor hätten schwanger zu werden und eine Familie zu gründen. Denn dann würden sie die nächsten Jahre erstmal an der Arbeit ausfallen. Gleichzeitig jedoch angestellt bleiben. Was natürlich kaum ein Arbeitgeber toll findet. Auf der anderen Seite sind Kinder jedoch unsere Zukunft.

Wir wollen selbst entscheiden können, ob wir Voll- oder Teilzeit arbeiten gehen.

Wir wollen entscheiden, wie lange wir in Elternzeit bleiben.

Wir wollen selbstständige Entscheidungen in unserem Leben treffen.

Und dazu zählt auch die Trennung und der Auszug ohne Kind.

Denn, wenn es dir als Mama nicht gut geht, kann es deinem Kind nicht gut gehen!

Also: geh deinen Weg, der dich glücklich macht!

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