Dein Alltag mit Krebs – Ablenkung oder Herausforderung

Nun beginnt die Behandlung.
Sowohl für dich als Krebskranke als auch für deine Familienmitglieder kann dieses eine Erleichterung bringen.
Aber auch eine Herausforderung.

Der Alltag verändert sich

Maria während der Chemotherapie

Wahrscheinlich bist du als Erkrankte nicht mehr so belastbar wie vor deiner Behandlung.
Daher nutze bitte die Möglichkeit und bitte deine Familienmitglieder darum dich zu unterstützen.
Vielleicht werden sie sogar den größten Teil des Haushaltes übernehmen.
Bitte mache dir da keine Vorwürfe.
Du bist krank.
Schwer krank.
Und brauchst Hilfe, Unterstützung und Begleitung!

Neue Rollenverteilung

damit die Mango ja nicht auf die Decke tropft

Durch deine Krankheit und die damit verbundenen Umstände werden sich die Rollen bei euch zu Hause verändern: dein Partner wird sich sowohl vermehrt um euren Haushalt als auch um euer gemeinsames Kind kümmern.
Dieses kann zu Konflikten führen.
Denn zum einen kannst du manchmal das Gefühl bekommen überflüssig zu sein und zum anderen kann es passieren, dass deinem Partner die Verantwortung über seinen Kopf wächst und er hin und wieder gereizter reagiert.
Nimm es nicht persönlich.
Versucht euch die Zeit zu nehmen, um miteinander zu reden und euch eure Bedürfnisse und Gefühle mitzuteilen.

Ruhe gönnen

den Ausblick genießen

Es wird Zeiten geben, da fühlst du dich müde und schlapp, möchtest vielleicht gar nicht mehr aufstehen.
Bitte sprich es an und setze es um.
Dein Körper braucht diese Ruheinseln um sich zu entspannen und Kraft zu tanken bzw. zu speichern.

Ernährung

selbstgemachte Rouladen

Für einen gesunden Menschen gehört gesunde Ernährung zum Leben dazu.
Für einen kranken Menschen auch.
Nur geht das nicht immer.
Eine besondere Herausforderung kann dieses sein, wenn du aufgrund deiner Behandlung keinen Appetit, entzündete Schleimhäute hast oder den Geruch / den Geschmack bestimmter Lebensmittel nicht magst.
Wundere dich bitte nicht, wenn deine Vorlieben plötzlich anders sind und sich diese von Tag zu Tag ändern können.
Auch dein Geschmackssinn kann sich verändern.

Unerwünschte Nebenwirkungen

Schmerzmittel während der Chemotherapie

Durch die Behandlung kann es zu unerwünschten Nebenwirkungen, wie zum Beispiel Übelkeit, Erbrechen, Neuropathien inklusive Schmerzen, wie zum Beispiel Knochenschmerzen kommen.
Ich selbst habe mit heftigsten Nebenwirkungen und extremen Schmerzen zu kämpfen gehabt.
Nicht zuletzt habe ich Morphium bekommen.
Und auch du darfst dich für Schmerzmittel entscheiden.
Denn du musst deine Schmerzen nicht aushalten.

Sexualität in deiner Beziehung

durch die Chemotherapie offene Hände

Durch deine Behandlung kann es zu körperlichen Veränderungen kommen, für die du dir zeit nehmen darfst, diese zu akzeptieren.
Genauso wie der Mensch mit dem zusammen bist.
Einhergehend mit diesen Veränderungen kann es sein, dass du zurückhaltend oder gehemmt bist bzw. tiefgreifende Ängste hast.
Nimm dich mit deinen Bedürfnissen und Gefühlen ernst und besprich diese bitte mit deinem Partner / deiner Partnerin, so dass diese sich nicht gekränkt fühlt, sondern weiß wie es dir geht und was du fühlst.
Vielleicht dauert es einen Moment bis du deine Angst / Scheu ablegen kannst um dieses intime Thema anzusprechen.

Du bist nicht allein

seelische Unterstützung

Es wird Momente geben, in denen dir alles zu viel ist.
Es wird Momente geben, da willst du einfach nur alleine sein.
Es wird Momente geben, da weißt du nicht, was du willst geschweige denn fühlst.

Nur glaube mir eines – und das aus eigener Erfahrung- du bist nicht alleine.

Manchmal hilft es zu schreien.
Manchmal hilft es zu weinen.
Manchmal hilft es zu schweigen.
Manchmal hilft es zu reden.

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