„Warum bist du so grob zu deiner Schwester?!
Das ist ein Baby!
Du musst vorsichtig sein!“
Die unterschiedlichen Bedürfnisse

Du bist übermüdet, überfordert, erlebst eine verändernde Beziehung zu deinem Großen.
Dein Partner geht arbeiten.
Ihr als Paar seid meistens getrennt mit den Kindern unterwegs.
Und die Kinder?
Das Baby weint. Hat eine volle Windel. Hat Hunger. Möchte auf deinen Arm.
Der große Bruder ist hingefallen und möchte getröstet werden.
Doch wessen Tränen trocknest du jetzt zuerst?
Fachleute oder auch Einzelkind – Eltern würden jetzt wahrscheinlich sagen, dass das doch klar ist.
Doch ist es das wirklich?
Ist es wirklich klar, wessen Tränen du zuerst trocknest?
Und warum?
Wahrscheinlich kommandierst du zuerst den großen auf die Couch, stopfst der Kleinen die Brust in den Mund und nimmst dann den Großen in den Arm und versuchst ihn zu trösten.
So weint wenigstens keiner mehr.
Und für einen kleinen Moment ist ruhe.
Der Energietank deines Erstgeborenen ist nach der Geburt des zweiten Kindes 10-mal so schnell leer.
Genau dieses erlebst du wahrscheinlich gerade mehrfach täglich bei dir zu Hause.
Der Erstgeborene ist wütend, eifersüchtig, zieht sich zurück.
Doch was ist mit deiner Bindung zu deinem Erstgeborenen?
Diese kann in dem Moment der Geburt deines zweiten Kindes auf ein Drittel schrumpfen.
Muss nicht – kann aber.
Denn das Toben, wütend sein und das absolute Gegenteil machende werden dich an deine Grenzen bringen.
Dazu werden dir Sätze an den Kopf geworfen a la
„Du bist nicht mehr meine Mama!“
„Ich habe dich nicht mehr lieb!“
„Geh mit meiner Schwester weg!“
Bei den ersten Malen werden dich die Sätze vielleicht nicht treffen, weil du theoretisch genau weißt, warum.
Doch um so öfters die Sätze fallen, umso getroffener wirst du sein.
Es wird dich verletzen.
Du wirst anfangen zu weinen.
An dir zu zweifeln.
Dir Gedanken machen, warum du dich für ein zweites Kind entschieden hast?
Traum einer Geschwisterbeziehung
Wahrscheinlich wolltest du
– Gemeinsam anziehen
– Gemeinsam wickeln
– Gemeinsam als Familie leben
Alles verändert sich
Und mit alles meine ich alles:
– Ein neues Familienmitglied
– Neue Regeln
– Ein neuer Alltag
– Ein neuer Schlafrhythmus
– Jeder darf seine Rolle neu finden
– dein Körper
– deine Hormone
deine Hormone
Ja, du hast richtig gelesen.
Nicht du bist schuld!
NEIN!!!
Sondern deine Hormone.
Denn diese spielen eine sehr große Rolle.
Du bist eine gute Mutter.
Und keine Rabenmutter
Und spätestens, wenn das Baby ca. 4 -5 Monate auf der Welt ist, wird deine Liebe zu deinen Kindern gleichermaßen sein.
Was kann du nun als Mama machen?
– Quality – Zeiten mit dem Erstgeborenen
– Bindung zeigen, z. B. eine Matratze als Schlafort mit ins Schlafzimmer legen
– Wünsche erfüllen, z. B. ein bestimmtes Spielzeug
– Enge aushalten beim Kuscheln






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