Warum verhält sich mein Kind bei mir als Mama anders?

Beim Papa hört dein Kind?
Bei den Erziehern auch?
Nur dir tanzt es auf der Nase rum?

Wo ist nur das Loch, in das du dich gerne verkriechen möchtest?

Alle anderen raten dir zu Strafen und Konsequenzen?
Dein Kind muss schließlich auf dich als Mama hören?
Was denkst du, wenn sich dein Kind mal wieder dir gegenüber so gänzlich anders verhält als gegenüber allen anderen?

Im Rahmen der #produktivBloggen Challenge von Anna Koschinski geht es heute darum innerhalb von 10 min über eine Frage zu bloggen, die ich immer wieder höre: Warum verhält sich mein Kind bei mir als Mama anders als bei allen anderen?

Ein Tag im Leben deines Kindes

Eigentlich läuft der Morgen bei euch rund.
Doch ausgerechnet heute hast du verschlafen und nichts ist so wie an jedem anderen Tag auch.
Denn genau an solchen Tagen beginnt der Stress, die Unachtsamkeit, schon gleich nach dem Aufstehen.
Statt dein Kind jetzt liebevoll zu wecken, wird es von dir aus den Träumen gerissen und muss sich beeilen ohne die Möglichkeit zu haben langsam und entspannt in den Tag zu starten.
Kennst du solche Tage auch?
Doch wie hättest du diesen Start verhindern können? Das kannst du in folgendem Artikel nachlesen: Übergänge im Familienalltag verstehen und begleiten

6 h Kindergarten

Puh, eine ganz schön lange Zeit.
6 h kooperieren: sich an Regeln halten, in einer Gruppe mit mehreren Kindern in einem Raum sein und zu allem Überfluss ist der beste Freund heute nicht im Kindergarten …
Ganz schön anstrengend.

Und dann kommt der Moment.
Dein Kind wird von dir abgeholt, es sieht dich und verändert von jetzt auf gleich sein Verhalten.
Eben hat es doch noch gespielt und jetzt protestiert es und will sich noch nicht mal selbstständig anziehen?
Warum dein Kind nach der Kita nicht kooperieren kann, habe ich hier geschrieben: Warum kann mein Kind nach der Kita nicht kooperieren?

Doch warum verhält sich dein Kind bei dir als Mama anders?

Fels in der Brandung
Fels in der Brandung

Du als Mama bist der Fels in der Brandung für dein Kind! Bei dir kann dein Kind so sein wie es ist, ohne sich zu verstellen! Es kann sauer, wütend fröhlich, enttäuscht sein und seinen Gefühlen freien Lauf lassen ohne, dass es Angst haben muss sich bei dir verstellen zu müssen!

Du fängst dein Kind in jeder Situation auf!

Bist Gefühlsableiter!

Bist da!

Gibst Halt und Sicherheit!

Begleite dein Kind

Denn gerade in Situationen, in denen dein Kind die typischen „negativen“ Gefühle zeigt und du an dir und deiner Erziehung zweifelst, braucht dich dein Kind umso mehr!

Du kennst dein Kind am Besten und weißt, was für ihn / sie wichtig ist. Denn oftmals kommen diese Gefühle wie ein Vulkanausbruch über dein Kind, so dass dein Kind nicht benennen kann, was ihm / ihr gerade jetzt in dem Moment gut tut. Vielleicht hilft ansprechen, spiegeln oder du schaust mal in meinem Blogartikel Wut bei Kindern nach Strategien, wie du dein Kind in wutauslösenden Situationen begleiten kannst.

Du kannst schwer damit umgehen?

Vielleicht bist du selbst so erzogen wurden und in dem Moment, wo dein Kind „negative“ Gefühle zeigt, kommen bei dir auch die Gefühle hoch? Du fühlst dich wie ein Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch steht? Du fühlst dich hilflos, überfordert und willst einfach nur aus der Situation raus?

Ja, das kann ich, als Mama eines 5-jährigen Sohnes, gut verstehen. Jedoch wird es die Situation eher verschlechtern statt verbessern.

Die 3 Sekunden Regel

drei Sekunden Regel
drei Sekunden Regel

Das Wichtigste ist die 3 Sekunden Regel:

Zähle innerlich langsam bis drei und atme nach jeder Zahl einmal bewusst ein und wieder aus:

1 – Atme tief ein und wieder aus

2 – Atme tief ein und wieder aus

3 – Atme tief ein und wieder aus

So nimmst Du Dir selber den Druck und gibst den Gefühlen Deines Kindes Raum! Am besten du versuchst das Atem in einer stressfreien Situation. Dann kannst du dich auf deinen Atem bewusst konzentrieren.

7 Kommentare zu „Warum verhält sich mein Kind bei mir als Mama anders?

  1. Oh ja.. wie gut ich das noch in Erinnerung habe. Fast jeden Tag habe ich ein sehr müdes, sehr laut brüllendes Kind aus dem Kindergarten getragen. Zum Glück hatte ich dabei sehr häufig genau den Gedanken: Sie tut es, weil sie (sich) bei Dir sicher ist.

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    1. Wie schön, dass du diesen Gedanken gefühlt und deinem Kind auch vermittelt hast

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  2. Sehr gute Denkanstöße, danke!😊

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    1. Ich danke dir für deinen Kommentar. LG Maria

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  3. Edith Leistner 23. August 2020 — 21:51

    Als unsere Kinder klein waren, hat mal jemand zu mir gesagt: „Kinder gehorchen sofort, wenn sie Angst haben. Wenn sie sich aber angenommen und geliebt fühlen, trauen sie sich auch einmal Widerworte zu geben.“ Ich habe gelernt, dass in der vertrauensvollen Beziehung zwischen mir und meinen/m Kind/ern Konfrontation sein darf.

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    1. Das war jemand, der den Mut hatte die Wahrheit auszusprechen.
      Ich persönlich sehe Angst als das mächtigste, psychologisches Instrument, welches die Menschheit besitzt.
      Lg Maria

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