Gemeinsame Aktivitäten mit deinem Kind für mehr Ausgeglichenheit

Wie oft in der Woche hörst Du von Deinem Kind: „Ich weiß nicht, was ich tun soll…“?

Einmal, zweimal oder doch mehrfach?

 

Dein Kind bittet Dich ständig, sich um ihn zu kümmern?

Da geht es nicht um Langeweile!

Dein Kind sucht nach Aufmerksamkeit!

Nach Zeit mit Dir!

Dein Kind will einen besonderen Moment mit Dir teilen!

 

Warte nicht bis der Abwasch fertig ist (der macht sich weder von alleine, noch läuft er weg – okay, wenn Du ihn mehrere Tage stehen lässt, schon) oder die Wäsche fertig zusammengelegt ist.

Das kannst Du später immer noch machen.

Die Momente mit Deinem Kind wirst Du in dieser Form nicht noch einmal erleben können.

 

Wenn Dein Kind nicht weiß, was es machen kann, dann fehlen ihm Inspirationen.

Daher lohnt es sich ein paar Materialien (so wie Zutaten, die nicht in der Küche fehlen dürfen. Bei mir sind das definitiv Kaffee, Zucker, Knoblauch, Zwiebel, Thymian und Natron) zu Hause zu haben um der Langeweile Abhilfe zu schaffen.

 

Im folgenden Artikel stelle ich Dir einfache Aktivitäten vor, die Du gemeinsam mit Deinem Kind umsetzen kannst und nebenbei auch noch die Kreativität und Phantasie Deines Kindes förderst, da es keine genaue Anleitung gibt. So hilfst Du Deinem Kind sich selbst und seine Persönlichkeit zu definieren.

 

Aktivitäten für zu Hause

  1. Salzteig

Für die Zubereitung des Teiges benötigst du 1 Glas feines Salz, 2 Gläser Mehl und 1 Glas lauwarmes Wasser.

Diese vermischt du zu einem geschmeidigen Teig bis dieser nicht mehr an den Fingern klebt.

 

Die Zutaten sind alle ungiftig und werden in der Küche verwendet, durch den hohen Anteil an Salz ist er alles andere als gesund und kann eventuell auch zu Gesundheitsschäden führen.

Falls du den Teig für bzw. mit einem Kleinkind zubereitest, empfehle ich dir ausreichend Wasser daneben zu stellen, falls dein Kind doch mal probiert.

 

Jetzt kann der Teig nach Herzenslust geformt werden.

Für Anhänger sollte der Teig so flach wie möglich sein und um diese aufhängen zu können, empfehle ich dir vor dem Backen ein kleines Loch reinzustechen, z. B. mit einem Strohhalm.

Die fertigen Kunstwerke sollten jetzt 1 -2 Tage trocknen, bis du sie bei 150° C mind. eine Stunde backst.

Je 5mm Dicke der Stücke solltest du eine Stunde Backzeit einplanen, d.h. für ein 2 cm dickes Stück brauchst du 4 Stunden Backzeit.

Anschließend könnt ihr die Stücke anmalen und danach lackieren.

Erst lackiert ist der Salzteig dauerhaft haltbar, denn unlackiert zieht der hohe Salzgehalt Wasser aus der Luft und macht den Salzteig langfristig bröckelig.

 

  1. Welche Laune habe ich heute?

Um die momentane Stimmung auszudrücken kannst du gemeinsam mit deiner Familie ein Kunstwerk improvisieren. Denn ein klar kommuniziertes Gefühl wird verstanden und du kannst die Stimmung deiner Familienmitglieder verstehen.

 

Du benötigst ein Stück Pappe, auf welches du sechs Spalten markierst. Dies e stehen für die unterschiedlichen Gefühle wie z. B. glücklich, müde, traurig, aufgeregt, wütend, zufrieden.

Aus der Zeitung, aus Cartoons, von Titelbildern könnt ihr nun gemeinsam Gesichtsausdrücke sammeln, diese dann mit jedem Familienmitglied nachstellen und euch gegenseitig fotografieren. So entsteht ein einzigartiges Projekt.

 

Die Bilder kannst du jetzt ausdrucken und laminieren.

Auf der Rückseite kannst du doppelseitiges Klebeband, selbstklebendes Klettband kleben.

 

Auf einer weiteren Pappe kannst du jetzt so viele Spalten markieren, wie du Mitglieder in der Familie hast und unter dem jeweiligen Namen den anderen Teil des Klettbandes kleben.

Für jüngere Familienmitglieder kannst du neben dem Namen ein Bild von der Person kleben und dieses Plakat niedriger aufhängen.

 

Jetzt hat jedes Familienmitglied die Möglichkeit jeden Tag seine Stimmung mit seinem Bild unter seinem Namen zu platzieren und so den anderen Mitgliedern seine Stimmung zu zeigen.

 

Kindern wird diese Übung gefallen und sie werden vielleicht auch mehrmals am Tag ihre Stimmung ändern.

 

  1. Zum Lachen bringen

Nicolas Chamfort (1741 – 1794) schrieb einmal „Der verlorenste aller Tage ist der, an dem man nicht gelacht hat!“

Denn Lachen ist das faszinierendste Mittel gegen den Alltag und die damit zusammenhängende Gedanken und Gefühle: es baut Stress ab und fördert Gelassenheit.

Um gemeinsam mit deiner Familie zu lachen, kannst du ihnen ein Pantomimespiel vorschlagen:

 

Gemeinsam könnt ihr euch auf ein Thema einigen, z.B. Alltagssituationen, Tiere, Berufe, Gegenstände.

 

Vor dem Spiel kannst du Zettel mit den darzustellenden Wörtern vorbereiten. Bei jüngeren Kindern kannst du auch Bilder statt Wörter oder beides auf den Zetteln vorbereiten.

 

Jetzt fängt ein Familienmitglied an, in dem es einen Zettel zieht und das Wort / das Bild pantomimisch, ohne Worte, darstellt. Die Anderen raten und wer es erraten hat, ist als Nächster dran.

 

  1. Smoothies mixen

„Smoothie“ ist Englisch und bedeutet „cremig“. Denn genau das ist ein Smoothie. Er hinterlässt einen milden, wohltuenden Geschmack.

Je nach Jahreszeit variieren die zur Verfügung stehenden Früchten.

Haben die Kinder einmal den Dreh raus, schaffen sie eigene Kreationen.

 

Wir lieben die Kombination aus Möhre, Apfel und Rote Beete (Achtung: färbt die Hände rot!).

Eine weitere leckere Kombination ist Granatapfel, Orange und Apfel.

 

Als erstes schälen wir das Obst / Gemüse und mixen dieses dann je nach unserem Geschmack.

 

Am besten eignet sich eine Kombination aus drei, vier verschiedenen Früchten.

Denn bei zu vielen Zutaten kann es im schlimmsten Fall gar keinen Geschmack geben bzw. schmeckst du die einzelnen Zutaten nicht mehr heraus.

 

  1. Stempeln

Stempel lassen sich schnell und einfach selbst herstellen und mit diesen schöne Bilder, Einladungen o. Ä. gestalten.

Zur Herstellung kannst du normale Haushaltsgegenstände bzw. Dinge verwenden (zweckentfremden), die du bei einem Spaziergang mit deinen Kindern finden kannst.

 

Als Stempel eignen sich:

  • Korken
  • mit verschiedenen Motiven verzierte Kartoffeln
  • Legosteine
  • Radiergummis
  • Kork
  • mit Moosgummi verzierte Steine
  • Buchstaben und Zahlen aus Styropor basteln (Achtung: bitte im Außenbereich und nicht in der Wohnung anfertigen).

 

Wenn du die Stempel selbst herstellen möchtest, achte bitte darauf, dass deine Motive spiegelverkehrt sind.

Falls du kein Stempelkissen zur Verfügung hast, kannst du auch Wasser- bzw. Wandfarbe verwenden.

Bitte achte auch darauf, dass deine Kinder Kleidung tragen, die mit Farbe in Kontakt kommen dürfen.

 

Aktivitäten für draußen

  1. Wolken deuten

Um einen Moment der Ruhe zu genießen kannst du deinem Kind zeigen, wie es die Natur beobachten und den Wolken zuschauen kann.

Diesen Moment kannst du nutzen um Geschichten zu erfinden, die eigene Kreativität zu entdecken und dein Wissen zu fördern.

 

Mit den jüngeren Kindern kannst du dich auf die weißen oder grauen Wolken fokussieren und mit ihnen gemeinsam über Formen und Farben sprechen.

Steigern könnt ihr das indem die verschiedenen Wolken unterschiedliche Familienmitglieder darstellen und ihr eine Geschichte mit diesen erfindet.

Bewegen dich die Wolken könnt ihr euch darüber unterhalten, wo hin sie schweben, was sie dort erleben können und wo sie herkommen.

 

Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Ist dein Kind ein bisschen älter erkennt es vielleicht schon verschiedene Tiere in der Form der Wolken.

Die Phantasie deines Kindes kannst du anregen, indem du den Himmel zu einem Zoo veränderst und so, je nach Wind und Licht den Tieren eine Rolle gibst.

 

  1. Seifenblasen

Gerade bei den jüngeren Kindern sind Seifenblasen sehr beliebt. Sie mögen es sie zu beobachten, sie fliegen zu sehen und zu pusten.

Da das Seifenwasser häufig verschüttet wir und dieses, wenn es leer ist, in Stress endet, kannst du dieses leicht selbst herstellen.

 

Um einfache kleine Seifenblasen herzustellen kannst du einfach einen kleinen Pappbecher zu einem viertel mit Wasser füllen, oberhalb des Wasserrandes ein kleines Loch reinschneiden, darin einen Strohhalm stecken und in das Wasser zwei Tropfen Spülmittel rein tropfen lassen.

Bitte achte darauf, dass dein Kind nur in den Strohhalm pustet und beim einatmen den Mund öffnet und so keine Flüssigkeit in den Mund gerät.

 

 

Für das nächste Rezept benötigst du drei Zutaten.

Maissirup findest du im Bioladen, eventuell auch in gut sortierten Supermärkten.

Für die selbstgemachten Seifenblasen benötigst du:

  • 300 ml Wasser
  • 90 ml Spülmittel
  • 40 ml Maissirup

Mische nun die Zutaten und lasse alles für mindestens eine Stunde ziehen.

Rühre die Seifenblasenlösung noch einmal durch, bevor du sie benutzt.

 

Falls du kein Spülmittel verwenden möchtest kannst du auch folgendes Rezept verwenden:

  • 6 l Wasser
  • 750 g Neutralseife
  • 500 g Zucker
  • 40 g Tapetenkleister

Nun beginnst du, in dem du 1 l Wasser erhitzt, dieses in einen großen Topf füllst und die Seife, den Tapetenkleister und den Zucker hinzufügst.

Rühre bitte solange bis alle Zutaten im Wasser gelöst haben.

Danach kannst du die restlichen 5 l Wasser hinzufügen.

Rühre bis sich eine homogene Flüssigkeit gebildet hat und achte darauf, dass sich kein Schaum bildet.

Für eine Stunde bleibt die Flüssigkeit nun stehen.

Bevor du sie verwendest, rühre sie noch einmal um.

 

 

Als Werkzeug kannst du z. B. einen alten Drahtkleiderbügel verbiegen, einen Strohhalm verwenden oder zwischen zwei Holzstielen Wollfäden spannen.

 

  1. Düfte

Auch, wenn du es nicht oft bemerken solltest, wird dein Geruchssinn ständig beansprucht. Denn es ist der Sinn, der für den ersten Eindruck sorgt.

 

An was denkst du, wenn du an einen Weihnachtsmarkt denkst?

Mir fallen spontan gebrannte Mandeln, mit Schokolade überzogene Früchte, Zimt und Lebkuchen ein.

Diese Merkmale haben sich tief in mein Bewusstsein geprägt, so dass ich sie miteinander verbinde.

 

Ein Geruch schafft es auch, dass du dich an eine sehr lang zurück liegende Situation erinnerst und das Gefühl hast, du würdest dich in dieser befinden und sie noch einmal erleben.

 

Gemeinsam mit deinem Kind kannst du das Riechen trainieren.

Denn wenn du versuchst dich gezielt Düften auszusetzen und diese zu kategorisieren, steigert sich deine Wahrnehmung und du kannst die Geruchsinformationen besser verarbeiten und benennen.

 

Je nach Alter deines Kindes kannst du bei Lebensmitteln anfangen, die du üblicherweise im Haushalt hast, z. B. Pfeffer, Zimt, Zitrone, Honig.

Nachdem du mit einfachen und eindeutigen Gerüchen angefangen hast, kannst du diese steigern, z. B. Zitronengras, Minze, Zwiebeln.

Bei älteren Kindern kannst du auch verschiedene Teesorten aufbrühen und sie daran riechen lassen.

 

Besonders intensiv wird der Geruch, wenn du deine Augen dabei schließt.

 

  1. Kunstwerke aus der Natur

Bei jedem Spaziergang lassen sich unterschiedliche Naturmaterialien, je nach Jahreszeit, finden.

Aus diesen kannst du gemeinsam mit deinem Kind wundervolle Kunstwerke kreieren; mit ein bisschen Phantasie kannst du sogar alles verwenden und miteinander kombinieren.

 

Die jüngeren Kinder werden ihre Taschen mit Allem füllen, was sie finden.

Bei den Größeren kannst du beobachten, dass sie nach bestimmten Formen und Farben suchen.

 

Jetzt hast du die Möglichkeit mit diesen Objekten einen Jahreszeitentisch zu gestalten, den jüngeren Kindern ein bestimmtes Thema vorzuschlagen, z. B. Haus, ein Mensch, ein Tier und die Älteren zu motivieren eigenständig und kreativ zu sein.

 

Zu jeder Jahreszeit findest du unterschiedliche Materialien

Frühling: Vogelfedern

Sommer: Blätter, Früchte, Muscheln

Herbst: bunte Blätter, Eicheln, Kastanien

Winter: Kieselsteine, Zweige, Tannenzapfen

1 Kommentar zu „Gemeinsame Aktivitäten mit deinem Kind für mehr Ausgeglichenheit

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