Seit 1,6 Jahren beschäftige ich mich nun schon damit, warum und wieso ich so anders bin.
Welche Diagnose könnte wohl dahinter stecken?
Und was mache ich dann mit dieser Diagnose?
Sind Diagnosen inspirierend? Können sie für andere inspirierend sein?
„Inspirierend“ ist das Thema von Annas 41. Blognacht.
Von Anfang an
Irgendwie war ich schon immer anders. Hab nie so richtig in Gruppen gepasst: weder in den Kindergarten noch in die Schule.
Ich bin eher ein Mensch, der alleine für sich ist, lernt, spazieren geht.
Ab und zu auch gerne mal zu zweit, aber bitte nicht mehr Menschen und dann nur jemand, den ich sympathisch finde.
Bei dem ich nicht das Gefühl habe unbedingt sprechen zu müssen.
A wie Aufmerksamkeit
Wenn ich etwas liebe, dann kann ich mich in dieser Tätigkeit verlieren.
Meine Aufmerksamkeit liegt voll und ganz in dieser Tätigkeit.
Ich recherchiere bis ins kleinste Detail und möchte meine Arbeit dann perfekt abliefern.
Doch erst zum passenden Moment – rein rational weiß ich übrigens, das es den nicht gibt.
D wie Defizit
Ich kann Reize aus meiner Umwelt schlecht bis gar nicht filtern.
Was bedeutet, dass ich je nach Reize schon am Morgen energielos sein kann.
Doch durch jahrelanges Masking sieht man mir dieses so gut wie nicht an.
Auch gehe ich ja Vollzeit als Erzieherin im Kindergarten arbeiten – mit viel Lust und Leidenschaft.
Bedeutet jedoch auch, dass wenn man mit mir in eine Café / Restaurant geht, ich die Gespräche am Nachbartisch mitbekomme und nicht mehr unterscheiden kann, welche Worte zu meinem Gespräch gehören und welche nicht.
H wie Hyperaktivität
Ungeduldig im Alltag, Reden wie ein Wasserfall und schnell gereizt sein.
Genauso wie schnelle Gefühlsschwankungen von Euphorie zu Wutausbrüchen innerhalb von einem Moment, wie wenn man einen Schalter drückt.
Dazu dann die eigene Überforderung mit den Gefühlen, Bedürfnissen und den Reaktionen der anderen.
Doch was daran ist inspirierend?
Ich bin ein neurodivergenter Mensch.
Ein Mensch, der nicht neurotypisch ist.
Ein Mensch wie du auch – nur anders!
Und wenn ich als Betroffene nicht offen über die unsichtbare Persönlichkeitsstörung ADHS schreibe und spreche wie soll es dann dazu kommen, dass dieses Tabuthema enttabuisiert wird?
Lasst uns gemeinsam die Welt inklusiver gestalten






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