Stottern

Wenn bestimmte Worte nicht richtig aus dem Mund kommen wollen, senken betroffene Menschen verschämt den Blick, andere erröten oder verziehen das Gesicht.

Mehr als 800 000 Menschen in Deutschland stottern.
Die ständigen Unterbrechungen ihres Redeflusses können für die Betroffenen zu einer großen Belastung werden.

Merkmale des Stotterns

• Verlängern von Lauten (Vvvvverlängern)
• Wiederholungen (wi- wi- wiederholungen)
• Vollständige Blockade der Sprechbewegung
• Gefühl des Kontrollverlustes

Sprechen ist ein komplexer Vorgang

Das Sprechen ist ein sehr komplexer Vorgang.
Es wird überlegt, was gesagt werden möchte. Dann dürfen Worte gefunden und zu einem grammatikalisch richtigen Satz formuliert werden. Zum selben Zeitpunkt werden die „Sprachkommandos“ an die Muskeln weitergeleitet.
Genau an diesem Moment setzt das Stottern ein.
Bei stotternden Menschen sind die Teile des Gehirns, welche für die genaue Steuerung und Koordinierung der vielen am Sprechen beteiligten Muskeln zuständig sind, anfälliger für Störungen.

Frühkindliches Alter

Wenn Kinder gerade anfangen längere Sätze zu bilden, kann es zu Unflüssigkeiten in der Sprache kommen.
In den meisten Fällen verschwinden diese jedoch wieder.
Das wiederholte Korrigieren kann Kinder jedoch verunsichern.
Wenn sich die Unflüssigkeiten in Kombination mit Anstrengung und Anspannung häufen, wird vom Stottern gesprochen.
Auch dieses kann wieder verschwinden.

Erwachsene

Erwachsene leiden meist an chronischem Stottern.
Dieses lässt sich häufig auch nicht mit Hilfe von Therapien auflösen.

Entstehung des Stotterns

Die Erblichkeit für stotternde Erwachsene liegt zwischen für 70 – 80%.
Bestimmte Gehirnareale bei Stotternden arbeiten etwas anders.
Auch, wenn die Veranlagung fürs Stottern vererbbar ist, können folgende Faktoren zur Verschlimmerung der Symptomatik führen:
• Hänseleien und Spott
• Übermäßige Sorge gegenüber Stotternden
• Negative Gefühle

Therapien

Stottertherapie, um neue Techniken zu erlernen und die Angst beim Sprechen zu vermindern. Dieses kann in Einzel- oder Gruppentherapien sowie auch online stattfinden.

 

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