Die Eingewöhnung von deinem Kind in den Kindergarten steht an?
„Die paar Tage rocke ich locker“, denkst du dir während du die Sachen, die auf der Mitbringliste des Kindergartens stehen, zusammen suchst.
Alles zusammen gepackt, gehst du noch mal alle Zettel durch. Nicht, dass du doch irgendetwas vergessen hast.
Doch halt!
Dein Blick fällt auf den Zettel mit den Informationen zur Eingewöhnung: du liest ihn dir einmal durch. Dann ein zweites Mal. Und ein drittes Mal. Die Worte auf dem Zettel verändern sich nicht!
„Die Eingewöhnungszeit beträgt 3 Wochen – bitte nehmen Sie sich für diesen Zeitraum Zeit.“
„3 Wochen!?!
Warum so lange?“
Ich habe mir nur ein paar Tage freigenommen. Das setzt mich gerade sehr unter Stress!“
Doch nicht nur du spürst den Stress, sondern auch dein Kind und die Erzieher im Kindergarten.
Doch, warum eigentlich drei Wochen? – Lass uns einen Blick darauf werfen:
Die erste Woche in der Eingewöhnung
In den ersten Tagen der ersten Woche der Eingewöhnung bist du zusammen mit deinem Kind zwischen 30 min – 2h im Raum, um die Gruppe, den Raum, die anderen Kinder und die Erzieher kennenzulernen.
Gerade am Anfang bist du für dein Kind der sichere Hafen, die Sicherheit, der Halt.
Je nach Kind (Besonderheiten, Charakter, …) findet dann ab dem 3. Tag eine Trennung von 10 Min. statt.
Du befindest dich im Gebäude (ohne Sichtkontakt) oder vor der Tür des Kindergartens und bist JEDERZEIT erreichbar.
Je nachdem wie das Kind reagiert bleibt es bei den 10 min oder die Zeit wird laaaaangsam verlängert.
Die zweite Woche
Jeder Freitag und der darauffolgende Montag ist gleich, da das Wochenende dazwischen liegt.
Dann bist du bei einer Stunde Trennung, dann zwei, dann drei – je nach Kind individuell.
In der ersten Woche am Ende oder in der zweiten Woche kann es zum Beispiel am Morgenkreis teilnehmen und wird direkt danach abgeholt, weil es ein Übergang zu einer neuen Situation ist und diese sehr empathisch begleitet werden.
Am Anfang kann so ein Übergang zu Unsicherheiten führen.
Welches für die Eingewöhnung nicht gut ist.
Dein Kind soll sich schließlich wohl, sicher und geborgen fühlen. Und auch du brauchst Vertrauen in das pädagogische Personal. Denn ohne dein Vertrauen kann die Eingewöhnung von deinem Kind nicht gelingen. Du bzw. die Elternarbeit bist / ist das Fundament der Arbeit von den Erziehern.
Kindergarten ist Beziehungsarbeit.
Danach kommt das Freispiel mit dem Mittagessen.
Wo nach wieder die Abholung deines Kindes folgt.
Als nächster Schritt kommt die Ruhephase / das Schlafen.
Diese Phase kann länger dauern, da zum Schlafen sehr viel Sicherheit und Vertrauen gebraucht wird.
Es ist ja wieder ein anderer Ort, mit einem nicht gewohnten Bett und anderen Kindern, die auch schlafen.
Das ist sehr viel am Anfang und kann für dein Kind Stress bedeuten.
Im täglichen Austausch mit dir wird dann entschieden, die Zeit auszudehnen oder zu warten – je nach Kind.
Die dritte Woche
Drei Wochen fand also immer was Neues statt.
Ab der dritten Woche wird es dann Alltag.
Und nichts Neues kommt mehr hinzu.
Da können Kinder noch mal einen „emotionalen Einbruch“ bekommen.
Daher ist es ganz gut in dieser Zeit sehr gut und sehr schnell erreichbar zu sein.
Wie fühlst du dich?
Bist du nach dem Lesen noch gestresst?
Kannst du die Dauer nachvollziehen?
Was brauchst du für dich für die Zeit der Eingewöhnung von deinem Kind?
Worin kann ich dich, als Erzieherin, unterstützen?






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