Selbstfürsorge wird häufig romantisiert.
Ruhe, Rituale, Zeit für sich.
Doch für viele mit ADHS ist genau das, vor allem in Belastungsphasen, unerreichbar.
Das Missverständnis von Selbstfürsorge
Selbstfürsorge wird oft als zusätzliche Aufgabe verstanden.
Doch bei ADHS ist sie kein Extra, sondern ein Regulationswerkzeug.
Denn Ziele, die zusätzlichen Aufwand erzeugen, verfehlen ihre Wirkung.
Womit Selbstfürsorgeziele zum einen niedrigschwellig, kurz und flexibel sein und zum anderen sich nicht an Regelmäßigkeit, sondern an Wirkung orientieren müssen.
Konkrete Zielverschiebung
Nicht: „Ich nehme mir täglich Zeit für mich.“
Sondern:
- Ich erkenne Überforderung früher.
- Ich greife auf vorbereitete Entlastungsoptionen zurück.
- Selbstfürsorge darf unperfekt sein.
- Ich bitte andere um Hilfe
Warum wirkt das?
Diese Ziele respektieren die Realität von ADHS:
wenn es brennt, ist kein Platz für Rituale.
Aber Platz für kleine Regulation.
Selbstfürsorge bei ADHS ist kein Wellnesskonzept.
Sie ist Überlebensstrategie.
Und darf genau so aussehen.





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