Manchmal bringt das Leben Umstände in eine Beziehung, mit denen man nicht gerechnet hat, wie zum Beispiel der Einzug eines Haustieres.
Denn obwohl du mit deinem Partner einer Meinung warst, dass ihr beide keine Haustiere wollt, zieht plötzlich ein Vierbeiner ein.
Seine Meinung hat sich geändert.
Deine jedoch nicht:
Du wolltest und willst noch immer kein Haustier.
Vor allem auch nicht die damit einhergehende Verantwortung übernehmen.
Doch deine Meinung zählte nicht.
Diese Erfahrung fordert nicht nur heraus, sondern kann dich auch etwas Wichtiges lehren:
Wie kraftvoll es ist, liebevoll Grenzen zu setzen ohne Schuldgefühle, aber mit viel Klarheit!
Grenzen zu setzen ist ein Zeichen von Selbstfürsorge und hilft sowohl dir als auch euch beiden, langfristig glücklich zu sein.
1. Klärende Kommunikation: Verständnis und Abgrenzung
Es ist völlig in Ordnung weder ein Haustier haben zu wollen, noch für dieses Verantwortung übernehmen zu wollen.
Du darfst bei deinem Standpunkt bleiben, wenn das für dich wichtig ist.
Sei freundlich, aber klar: „Ich verstehe, dass es schwierig ist, aber ich habe dir von Anfang an gesagt, dass ich mich nicht um den Hund kümmern möchte.
Ich verstehe auch, dass du dir Unterstützung von mir wünschst.“
Aber halte deine Grenze klar und freundlich:
„Für mich ist es jedoch wichtig, bei meiner Entscheidung zu bleiben, dass ich keine Verantwortung für den Hund übernehmen möchte.“
2. Unterstützung ohne Übernahme der Verantwortung
„Ich sehe, dass es gerade eine Herausforderung für dich ist, alles unter einen Hut zu bringen.“
Aber: Dein Verständnis bedeutet nicht, dass du automatisch die Verantwortung übernehmen musst.
Es könnte eine Zwischenlösung geben, bei der du ihm hilfst, ohne dich direkt um den Hund zu kümmern.
Beispielsweise:
- Gemeinsames Organisieren: Hilf ihm, einen Hundesitter oder eine Betreuung zu finden.
- Hundetagesstätte: Ein Ort, an dem Hunde tagsüber betreut werden können.
- Familienhilfe: Gibt es andere Familienmitglieder oder Freunde, die helfen könnten?
- Organisation des Alltags: Kann Thomas seine Arbeitszeiten oder Pausen so anpassen, dass er selbst für den Hund sorgen kann?
- Gelegentliche Hilfe: Wenn du dich damit wohlfühlst, könntest du im Notfall aushelfen, aber nur, wenn das wirklich eine Ausnahme bleibt.
„Ich möchte dir helfen, eine langfristige Lösung zu finden, damit der Hund gut versorgt ist, ohne dass ich dauerhaft einspringen muss.“
3. Die emotionale Seite ansprechen
Wenn er sich deine Unterstützung wünscht, könnte er das auch als eine Art Liebesbeweis sehen. Du könntest betonen, dass du ihn liebst und unterstützen willst, aber dass das nicht bedeuten muss, deine eigenen Grenzen zu überschreiten:
„Ich möchte, dass wir beide glücklich sind, und ich weiß, dass du dich auf mich verlassen möchtest.
Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass wir Lösungen finden, die auch zu mir passen.“
4. Langfristige Perspektive betrachten
Sprecht darüber, wie ihr beide euch eure Beziehung vorstellt und welche Rolle der Hund darin spielt.
- Kann er langfristig die Verantwortung tragen?
- Wie sieht er eure Rollenverteilung in der Beziehung generell?
- Wie stellt er sich die Zukunft vor, wenn sich nichts ändert?
Solche Gespräche können dazu beitragen, Missverständnisse zu vermeiden und eure Partnerschaft zu stärken.
Ein fairer Kompromiss
Falls du in Erwägung ziehst, gelegentlich zu helfen, könntest du klare Grenzen setzen:
- Zum Beispiel: „Ich kann ab und zu aushelfen, wenn du keine andere Möglichkeit hast, aber das ist eine Ausnahme.“
- Oder: „Ich kann mich nur um den Hund kümmern, wenn es vorher abgesprochen ist, und es sollte nicht zur Regel werden.“
Wichtig ist, dass ihr eure Grenzen grundsätzlich respektiert.
Das macht es leichter, eine Lösung zu finden, die für euch beide funktioniert.
Denn es ist wichtig, dass du dich mit deiner Entscheidung wohlfühlst, sowohl emotional als auch praktisch.






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