Weihnachten:
das Fest der Liebe,
der Familie,
der Traditionen.
Doch was ist, wenn einen all das überfordert?
Bescherung am Abend in meiner Kindheit
Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, wo es die Bescherung erst nach dem Abendessen gab.
Was eine Qual – den ganzen Tag ist die Spannung so groß, dass diese zur Anspannung heranwächst und kaum noch auszuhalten ist, sodass mir der Appetit noch vor dem eigentlichen Abendessen verging.
Doch, musste ich das essen, was auf meinem Teller war.
Bis dieser leer war.
Und dann gab es die Geschenke. Eingepackt. Und noch nicht mal die Gewünschten.
Sehr schnell überforderten mich all die Rituale, die mit Weihnachten in Verbindung standen: angefangen von den bestimmten Gerichten, über den Besuch der Verwandtschaft bis hin zum entsprechenden Verhalten, wie zum Beispiel dem Sitzen bleiben am Tisch.
Dieses wollte ich bei meinem Kind anders machen.
Das erste neurodivergente Weihnachten

Und das erste Weihnachten, seit der Trennung von meinem Exmann, welches ich mit meinem Sohn alleine verbringe.
Ohne Rituale.
Ohne Stress.
Ohne Traditionen.
Direkt nach dem Aufstehen um 9:30 Uhr – wir schliefen heute beide aus, wobei ich zwischendurch zweimal wach war – lagen die Geschenke meines Sohnes unverpackt auf dem Esstisch auf seinem Platz.
Noch vor dem Frühstück beschäftigte er sich ausgiebig mit diesen, sodass wir das Frühstück direkt ausfallen ließen und mit dem Mittagessen als erste Mahlzeit gegen 12:30 Uhr begannen.
Er bekam das, was er sich gewünscht hatte und noch ein, zwei Kleinigkeiten dazu.
Am Nachmittag schauten wir noch gemeinsam „Astrid Lindgrens Weihnachten“.
Und ließen den Heiligabend stressfrei, ohne Rituale und Traditionen, ganz in unserem Tempo und mit unseren Vorstellungen ausklingen.
Wie hast du Heiligabend verbracht?






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