Weihnachten:
das Fest der Liebe,
der Familie,
der Traditionen.

Doch was ist, wenn einen all das überfordert?

Bescherung am Abend in meiner Kindheit

Ich kann mich noch an meine Kindheit erinnern, wo es die Bescherung erst nach dem Abendessen gab.

Was eine Qual – den ganzen Tag ist die Spannung so groß, dass diese zur Anspannung heranwächst und kaum noch auszuhalten ist, sodass mir der Appetit noch vor dem eigentlichen Abendessen verging.
Doch, musste ich das essen, was auf meinem Teller war.
Bis dieser leer war.

Und dann gab es die Geschenke. Eingepackt. Und noch nicht mal die Gewünschten.

Sehr schnell überforderten mich all die Rituale, die mit Weihnachten in Verbindung standen: angefangen von den bestimmten Gerichten, über den Besuch der Verwandtschaft bis hin zum entsprechenden Verhalten, wie zum Beispiel dem Sitzen bleiben am Tisch.

Dieses wollte ich bei meinem Kind anders machen.

Das erste neurodivergente Weihnachten

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Und das erste Weihnachten, seit der Trennung von meinem Exmann, welches ich mit meinem Sohn alleine verbringe.
Ohne Rituale.
Ohne Stress.
Ohne Traditionen.

Direkt nach dem Aufstehen um 9:30 Uhr – wir schliefen heute beide aus, wobei ich zwischendurch zweimal wach war – lagen die Geschenke meines Sohnes unverpackt auf dem Esstisch auf seinem Platz.

Noch vor dem Frühstück beschäftigte er sich ausgiebig mit diesen, sodass wir das Frühstück direkt ausfallen ließen und mit dem Mittagessen als erste Mahlzeit gegen 12:30 Uhr begannen.

Er bekam das, was er sich gewünscht hatte und noch ein, zwei Kleinigkeiten dazu.

Am Nachmittag schauten wir noch gemeinsam „Astrid Lindgrens Weihnachten“.

Und ließen den Heiligabend stressfrei, ohne Rituale und Traditionen, ganz in unserem Tempo und mit unseren Vorstellungen ausklingen.

 

Wie hast du Heiligabend verbracht?


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5 Antworten zu „ADHS – das erste Weihnachten mit der Diagnose“

  1. […] Weihnachten bringt eine extreme Verdichtung von Reizen mit sich: Lichter, Gerüche, Musik, Gespräche, Erwartungen, Zeitdruck. […]

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  2. so sehe ich es auch

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  3. Warum sollte man dieses trainieren?

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  4. Ich fand es als Kind auch voll doof, dass es die Geschenke erst abends nach dem Essen gab! Wir mussten nicht sitzen bleiben, hatten aber meist meine Großeltern und die Großtante zu Besuch, und vor den Geschenken musste dann noch gesungen werden. Wir sollten die Geschenke ja nicht einfach aufreißen sondern vorsichtig öffnen (meine Oma hat z.T. das Geschenkpapier hinterher ordentlich gefaltet und wieder mitgenommen fürs nächste Mal XD) und dann war es ja auch schon so spät, dass man sich kaum mehr mit den neuen Sachen beschäftigen konnte. Daher haben wir es bei unseren Kids von Anfang an anders gemacht, bei uns gibt es die Geschenke am Weihnachtsmorgen, weil der Weihnachtsmann ja auch nachts durch den Schornstein kommt :) nett ist, dass es inzwischen den Google Santa Tracker gibt, den haben wir am Heiligabend ein wenig verfolgt. Und wenn es dann am 25.12. morgens Geschenke gibt, sind die Kids ausgeschlagen und munter und können den ganzen Tag mit den neuen Sachen spielen :) seit die Oma zwei Häuser weiter wohnt, kommt dann halt abends an Heiligabend das Christkind vorbei und wirft schon mal ein paar Geschenke ab, das entzerrt dann auch die Geschenkeflut etwas, und für ein neues Etwas ist dann abends noch Zeit.

    Ich finde, jeder sollte so feiern, wie es für ihn am schönsten ist! Stress und Anspannung braucht doch kein Mensch!

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  5. Etwas Schönes aufschieben zu können ist eine der schwierigsten Übungen für ADHSler. Zum Glück ist es ein Muskel, den man trainieren kann!
    Schöne Feiertage für Eure kleine Familie!
    Katharina

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