„ADHS bei Frauen – Welches Wissen braucht die Gesellschaft in Bezug auf eine zu spät bzw. gar nicht gestellte Diagnose, Intimität und Familie bei Frauen, um empathisch sein zu können?“, ist der Titel meiner Abschlussarbeit der Zusatzausbildung zur Resilienz- und Empathietrainerin.
Es ist nicht nur mein neustes Schreibprojekt, wonach Gabi in ihrer Blogparade fragt, sondern auch mein dauerhaftes.

Ausbildung zum RESCUE – Trainer

Theresia beschreibt es auf ihrer Seite des Bildungsinstitutes für Empathie folgendermaßen:

„RESCUE© ist das Akronym für:

R = Resilienz 
E = Empathie 
S = Selbstempathie 
C = Compassion 
U = U-Theorie nach Prof. Otto Scharmer 
E = Empowermentkonzepte

Ziel: Den Selbstwert durch Selbstempathie als Grundvoraussetzung für alle weiteren wichtigen individuellen und kollektiven Kompetenzen nachhaltig steigern“

Die Ausbildung besteht aus 10 Modulen a 10 Lektionen zu folgenden Themenschwerpunkten:

  1. Glücks- und Emotionsforschung – Positive Psychologie – Werte und Bedürfnisse – Inklusion und die Vision der Transkultur
  2. Inhalte der Inklusiven Kommunikation – Konfliktmanagement und Empathische Kommunikationstheorien
  3. Die Inklusive Professionelle und systemische Haltung – Selbst empathische Reflexionen
  4. Neue Erkenntnisse der Hirnforschung mit den Sieben Sicherheiten, die Menschen brauchen
  5. Wahrnehmungsgesetze und Wahrnehmungsfehler kennenlernen und durchschauen
  6. Reflexion der Gedankenmuster, Reaktions-, Verhaltens- und Kommunikationsmuster – Neues Gedankenmanagement entwickeln
  7. Effektives Emotionscoaching mit Nachhaltigkeitsgarantie
  8. Inklusive Methoden
  9. Wertschätzende PUFFER-Ziele, Visionen und Passionen
  10. Individuelle Methoden in heterogenen Gruppen

Seit dem Frühjahr 2022 absolviere ich nun schon neben meinem Vollzeitjob als Erzieherin im Kindergarten und Mama diese Ausbildung.
Doch aufgrund der tagtäglich auftretenden Barrieren in der Gesellschaft als Folge meiner unsichtbaren, neurologischen Entwicklungsstörung ADHS und dem sich zusätzlich nicht stimmig an gefühlten Gefühl über die ersten beiden Themen, habe ich nun mein Thema auf

„ADHS bei Frauen – Welches Wissen braucht die Gesellschaft in Bezug auf eine zu spät bzw. gar nicht gestellte Diagnose, Intimität und Familie bei Frauen, um empathisch sein zu können?“

verändert.

Der Schreibprozess

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Der Schreibprozess ist eine echte Herausforderung, zu den vielen anderen schon vorhandenen, für mich.
Denn zum einen ergibt es für mich keinen Sinn über ein Thema zu schreiben, zu dem es schon Veröffentlichungen gibt; wenn auch nicht viele und zum anderen ist er durch meine Impulsivität, Hyperaktivität, Unaufmerksamkeit und die Dopaminsucht ein zusätzlicher Stressfaktor.

Dazu kommt, dass es nur 30 A4 Seiten sein dürfen und ich am 1. Oktober Abgabetermin habe.
Ich muss mich also festlegen, was ich zu welchem Thema schreibe, muss Entscheidungen / Prioritäten setzen, was so gar nicht meine Stärke ist.

Denn irgendwie hängt doch schließlich alles zusammen – da kann ich doch nichts weglassen?

Aber ich habe ja noch Zeit – ha ha ha.
ADHS und Zeitmanagement ist auch so ein Thema – entweder zu früh oder zu spät.
Somit werde ich wahrscheinlich kurz vor knapp anfangen zu schreiben.

Warum habe ich mein Thema verändert?

Screenshot Facharbeit

 

Zum einen haben sich die beiden ersten Themen nicht mehr stimmig für mich angefühlt und zum anderen bin ich im Februar mit ADHS diagnostiziert worden – so wie sehr viele Frauen bin ich also eine Spätdiagnostizierte!

Was wäre wohl alles anders verlaufen, wenn ich die Diagnose schon früher bekommen hätte?

Doch leider werden Frauen aufgrund ihrer Symptome, die denen der Männer nicht gleich sind, entweder gar nicht oder zu spät erkannt und dementsprechend auch zu spät oder gar nicht diagnostiziert.
Ihr Leidensweg, mit all den Herausforderungen in ihrem Leben, kann sehr gravierend sein.

Und dadurch, dass ich weiß, wo von ich schreibe, ist es mir ein großes Bedürfnis, die Gesellschaft zu unsichtbaren Störungen zu sensibilisieren.

Denn nur so ist es möglich, den Wert eines jeden Individuums zu sehen und ihn zu inkludieren.
So, dass jeder Mensch einen Platz in dieser Gesellschaft bekommt!


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4 Antworten zu „ADHS und meine Abschlussarbeit“

  1. […] es Sinn machte, haben Fakten meine Gefühle verankert. Ich habe Studien zitiert, Erkenntnisse aus Psychologie eingewebt, strukturelle Hintergründe dargelegt, […]

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  2. […] wird die Ausbildung mit einer Facharbeit, zu einem frei gewählten, jedoch in der Ausbildung behandelten Thema, und der […]

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  3. Ich danke dir für deinen Schreibimpuls.

    Im Grunde wären es ja 5 Seiten pro Woche bis 1.10 …

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  4. Liebe Marie,

    danke für deinen wertvollen Beitrag zu meiner Blogparade. Du greifst ein wichtiges Thema auf und Respekt vor deiner Ausbildung – nebenbei zu deinen anderen Bereichen.

    Ich drücke dir die Daumen, dass du dem 1.10. mit der Abgabe deiner Abschlussarbeit beruhigt entgegensehen kannst, weil du in den verbleibenden 6 Wochen bis dahin dann doch die Ruheinseln finden kannst, die dich in den Schreibflow versetzen.

    Viel Erfolg!

    Gruß Gabi

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