Kaum ein Lebensbereich ist so schambesetzt wie der Haushalt.
Ordnung wird moralisch aufgeladen; besonders gegenüber Menschen mit ADHS.
Dabei ist genau dieses Ordnungsverständnis der Grund, warum Haushaltsziele so oft scheitern.
Warum ist Ordnung kein realistisches Ziel?
Ordnung als Dauerzustand erfordert konstante Energie, regelmäßige Wiederholung und geringe Reizempfindlichkeit.
ADHS bringt jedoch genau das Gegenteil mit.
Womit jeder Versuch, Ordnung „zu halten“, deshalb in Frust oder Aufgabe endet.
Funktion statt Ideal
ADHS – freundliche Haushaltsziele lösen sich vom ästhetischen Ideal und orientieren sich an Funktionalität:
- Sind Wege frei?
- Ist das Nötigste greifbar?
- Kann ich meinen Alltag bewältigen?
- Habe ich feste Plätze für meine Sachen?
Konkrete Zielverschiebung
Nicht: „Ich halte Ordnung“
Sondern:
- Ich definiere wenige Zonen, die nutzbar bleiben.
- Unordnung ist erlaubt, solange sie mich nicht blockiert.
- Ich räume zeitlich begrenzt, nicht ergebnisorientiert.
- Ich teile das Aufzuräumende in Kategorien ein, z.B. erst die Schubladen, dann die Oberflächen
- ich putze einen Raum nach dem anderen
Damit sinkt der Druck, die Schuldgefühle nehmen ab und die Handlung wird wahrscheinlicher.
Ordnung wird nicht mehr bewertet, sondern genutzt.





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