„Chronisch und erfüllt“ ist der Titel einer Blogparade.
Doch geht das überhaupt?

Und was kann die Gesellschaft tun, um besser auf die Bedürfnisse eines Menschen einzugehen, welcher chronisch krank ist?

Meine Wünsche an die Gesellschaft

  • den Wert des Menschen anerkennen
  • den Menschen in die Gesellschaft inkludieren
  • offene Fragen stellen
  • seine Bedürfnisse erfragen
  • Hilfsmittel bereitstellen, z. B. eine Rampe um auf den Bürgersteig zu gelangen
  • unsichtbare Krankheiten / Störungen den gleichen Wert zu geben wie sichtbare Krankheiten / Störungen
  • Brailleschrift zusätzlich zu Texten
  • funktionierende Fahrstühle
  • Geldautomaten auch für Menschen im Rollstuhl / Kleinwüchsige erreichbar anbringen
  • Anträge in einfacher Sprache
  • für jeden ab 14 Jahren die Verpflichtung alle 2 Jahre einen Erste – Hilfe – Kurs zu absolvieren
  • Termine per Telefon / E-Mail ausmachen können
  • spezielle Parkplätze für E-Scooter
  • Barrierefreiheit
  • Inklusion
  • „Stille Stunden“ in jedem Geschäft
  • Arbeitsplätze am ersten Arbeitsmarkt
  • Löhne in Behindertenwerkstätten erhöhen
  • Small Talk nicht überbewerten
  • sagen, was man denkt; ohne Ironie / Sarkasmus
  • Überforderung nicht als Schwäche, sondern als Möglichkeit des Unterstützens sehen

Meine Wünsche an die Bildung

  • in Neurodivergenz ausgebildete Erzieher und Lehrer
  • Integration in Kindergärten inkl. zusätzlichem ausgebildeten Personal
  • Inklusion an Schulen, inkl. Inklusionshelfern
  • barrierefreie Kindergärten / Schulen / Berufsschulen / Universitäten / Internaten
  • Kooperation zwischen den betreffenden Stellen und den Eltern

Meine Wünsche an die Medizin

  • in Neurodivergenz ausgebildete Ärzte und Therapeuten / Psychiater / Psychologen
  • neurodivergente Rehakliniken
  • keine jahrelangen Wartezeiten bei Diagnostik / Therapien
  • Medikation auch für geistig behinderte Menschen zur Verfügung stellen / verschreiben

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12 Antworten zu „ADHS – meine Wünsche an die Gesellschaft”.

  1. […] Herausforderungen kommen Organisation, emotionale Begleitung der Kinder, Erwartungsmanagement und gesellschaftlicher Druck hinzu. Studien zur mentalen Last zeigen, dass Frauen überdurchschnittlich viel unsichtbare […]

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  2. […] „Ich auch“ ist keine Kleinigkeit.Es ist ein Moment der Entlastung, ein Atemzug, in dem sich Isolation auflöst.Denn was von innen wie persönliches Scheitern aussieht, ist in Wahrheit eine geteilte […]

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  3. […] wünsche ich mir, dass andere verstehen, wie viel Mut es braucht, einfach nur weiterzumachen.Kein Drama. […]

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  4. […] brauchen mehr Verständnis. Mehr Wissen über ADHS bei Frauen. Mehr Angebote, die nicht „eine Lösung für alle“ sind. Mehr Räume, in denen auch […]

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  5. […] das Innenleben. Die kleinen und großen Überforderungen. Die peinliche Scham. Ich schreibe über gesellschaftliche Erwartungen, die an neurodivergente Frauen gestellt werden und wie diese krank […]

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  6. […] wenn wir als Menschen, als Gesellschaft, die vorgegebenen Regeln als Standard definieren, dann brechen Frauen mit ADHS, so wie ich, die […]

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  7. […] der Alltag beziehungsweise die Gesellschaft und die damit verbundenen Barrieren sind schon eine Herausforderung […]

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  8. […] schreibe noch ein bisschen an meiner Abschlussarbeit „ADHS bei Frauen: Welches Wissen braucht die Gesellschaft in Bezug auf eine zu spät bzw. gar nicht erfolgte Diagnose, Intimität und Familie bei Frauen, um […]

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  9. […] Manche Punkte habe ich unter ihrem Beitrag sogar noch ergänzt. Welche das sind und welche Wünsche Maria an die Gesellschaft hat, erfahrt ihr hier. […]

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  10. Vielen lieben Dank für diese wertschätzende Ergänzung

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  11. Aufklärung und Sensibilisierung in der Gesellschaft sind notwendig, um Missverständnisse, Stigmatisierung und mangelnde Akzeptanz abzubauen.

    Des Weiteren können beispielsweise im Bereich der Bildung verlängerte Prüfungszeiten oder auch Nachteilsausgleiche seitens Schulen und Universitäten bereitgestellt werden. Eine individuelle Förderung, wie auch eine Änderung in der Unterrichtsorganisation/dem Schulalltag kann dazu führen, dass Betroffene im Bildungssystem (z. B. in großen Klassen) nicht untergehen und die notwendige Unterstützung erhalten.

    Techniken zur Selbstorganisation, Impulskontrolle oder auch Stressbewältigung helfen ebenfalls, mit Symptomen besser umzugehen. Hier sind die Krankenkassen aufgefordert, unterstützend einzugreifen und das Angebot auszubauen.

    Ein Arbeitsplatz kann angepasst werden, indem man beispielsweise den Betroffenen flexible Arbeitszeiten oder auch Arbeitsmodelle gewährt und die Aufgabenstrukturen evtl. gemeinsam überdenkt/verbessert – kurzum eine unterstützende Umgebung schafft.

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