Da ich sowohl während meiner Ausbildung zur Sozialassistentin als auch zur Erzieherin zwar BAföG bekam, dieses jedoch nicht ausreichte, arbeitete ich in den Ferien als Kinder- und Jugendreiseleiterin bei dem größten Jugendreiseveranstalter Deutschlands „RUF“.
Kinderreiseleiter bei RUF Jugendreisen

Angefangen habe ich als Kinderreiseleiterin.
Doch bevor ich als diese arbeiten durfte, folgte ein Bewerbungsgespräch in einem Gießener (ich wohne im Landkreis Gießen) Café.
Bei diesem stellte ich mich und meinen Beweggrund, als Kinderreiseleiterin arbeiten zu wollen, vor, bekam ein paar Fragen gestellt und bekam zum Schluss eine Einladung zum Grundkurs „Kinderreiseleiterausbildung“.
Der Grundkurs „Kinderreiseleiterausbildung“

Gemeinsam mit anderen Bewerbern ging es vom 19. – 23. März in die Jugendherberge in Meschede.
Nach einer ausführlichen Vorstellungsrunde von allen folgten diverse Rollenspiele zu unterschiedlichen Themen und eine sehr ausführliche Erarbeitung einer Gruppe: inklusive der verschiedenen Rollen innerhalb einer Gruppe sowie der Gruppenphasen.
Weitere Inhalte des Grundkurses waren:
- das Kinderreiseleiterprofil
- die altersspezifischen Bedürfnisse von Kindern
- die Gruppendynamik
- Programmgestaltung und Spielanimation für Kinder
- Natur- und erlebnispädagogische Spielideen
- rechtliche Grundlagen für Kinderreisen
- Reisevertragsrecht
- allgemeine touristische Fragen bei Kinderreisen
Und das alles unter den Augen von drei Menschen, die am Ende darüber entschieden haben, ob man den Grundkurs bestanden und dementsprechend als Kinderreiseleiter bei RUF Jugendreisen arbeiten darf, oder ob man den Grundkurs nicht bestanden hat und dementsprechend auch nicht für RUF Jugendreisen arbeiten darf.
Doch ich bestand.
Und drei Monate später begannen meine Einsätze als Kinderreiseleiter in Deutschland.
Es war eine Vorbereitung, die ich mir besser nicht vorstellen konnte.
TOGGO Sommercamp
In den Sommerferien 2008 ging es für mich für zwei Wochen in das TOGGO Sommercamp nach Radevormwald – jeweils für eine Woche waren die Kinder immer da, sodass ich zwei verschiedene Kindergruppen erlebt habe.
Is schon krass, wenn man die Serien aus dem Fernsehen kennt und dann plötzlich jeder Tag unter dem Motto der jeweiligen Serie steht und man dementsprechend die Spiele umgestaltet, die Räumlichkeiten inklusive Außengelände dekoriert und selbstverständlich sich selbst auch so verkleidet.
Die Erinnerung an die strahlenden Kinderaugen werde ich nicht mehr vergessen.
Das Team

Gemeinsam mit 13 anderen Kinderreiseleitern, Teamer genannt, haben wir uns auf jeden einzelnen Tag vorbereitet. Wir sind innerhalb von Minuten zu einem Team zusammen gewachsen und haben den Kindern eine zauberhafte Zeit kreiert.
Jeder von uns konnte bei den unterschiedlichen Aktivitäten seine Stärken einbringen.
Das Team vor Ort war ein Team, welches jederzeit nicht nur für die Kinder 24 h am Tag erreichbar war, sondern auch für uns als Teamer. Genauso wie das Team in Bielefeld, wo der Verein seinen Hauptsitz hat, war jederzeit erreichbar.
Denn neben dem, dass wir 24 h für die Kinder da waren, waren wir auch 24 h gemeinsam ein Team und untereinander da – wir haben zusammen die Tage ausgearbeitet, haben gelacht, geweint, Erinnerungen geschaffen.
Und wenn ich mir die Bilder heute anschaue – dann denke ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge an die Zeit zurück.
Die Kinderbetreuung
Von der gemeinsamen Anreise im Bus bis hin zur gemeinsamen Abreise im Bus über die gemeinsamen Mahlzeiten, das Erleben der Mottotage aber auch die Begleitung bei Sehnsucht nach Zuhause waren wir für die Kinder nicht nur deren Ansprechpartner, sondern auch wichtige Bezugspersonen – Ersatzpersonen der Eltern.
Handballcamp
Das Handballcamp befand sich immer in der Nähe einer in der Männer Handballbundesliga spielenden Mannschaft.
Ich war sowohl in Lemgo als auch in Glücksburg (Flensburg).
Das Camp ging jeweils 5 Tage und stand unter dem Motto „Handball“.
Gemeinsam mit den Kindern haben wir in der originalen Halle der Handballbundesligamannschaft trainiert.
Handballbundesligaspieler übernehmen das Training
An einem Tag übernahmen zwei Handballspieler das Training mit den Kindern – inklusive Frage-, Autogrammstunde und Fotos mit ihnen.
Selbst für uns Teamer war dieses ein Erlebnis.
Der Abschlussabend

Der Abschlussabend stand unter dem Motto „Verkleidungen“.
Ich glaube, meine Leidenschaft zu Mexiko kann man unschwer auf dem Foto erkennen.






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