Über mich

Maria mit 6 Monaten

Ich wurde in einer kalten Januarnacht im Jahre 1987 in Eisenach / Thüringen (das ist da, wo die Wartburg steht und Luther das Alte ins Neue Testament übersetzt hat) geboren und wuchs gemeinsam mit meiner Mutter und meinen Großeltern in einem kleinen Dorf namens Mihla auf.

Die ersten Jahre meiner Kindheit waren ein Traum:
Ab meinem 3. Geburtstag besuchte ich den Kindergarten.
In dieser Zeit begneten mir Sätze a la „Kinder brauchen Regeln und Grenzen!“, „Bei Trotzanfällen wird das Kind ignoriert!“ „Das Kind muss hören!“; was mich aber nicht von meiner späteren Ausbildung zur Erzieherin abhielt.
Maria´s Schuleinführung

Mit 6 Jahren wurde ich in die, 12 km enfernte, Grundschule eingeschult.

Kurz nach meinem 7. Geburtstag änderte sich alles- meine Mutter lernte ihren Ehemann kennen: ab da war meine Kindheit keine Kindheit mehr und von Macht, Druck und keinem eigenem Willen geschweige denn Meinung geprägt.
 

Ich fing an zu rebellieren.

 
Morgenspruch am RSI Kassel

Im August 2006 begann ich in Kassel am Rudolf Steiner Institut meine Ausbildung zur Sozialassistentin. Neben dem Blockunterrricht der Hauptfächer und der Vor- und Nachbereitung der verschiedensten Praktika am Vormittag, fanden nachmittags die verschiedenen waldorfpädagogische Angebote wie z.B. nähen, Speckstein bearbeiten, statt.

Während eines dieser Praktika, dem Hof- und Familienpraktikum auf einem biologisch – dynamischen Bauernhof im Norden von Hessen in der Nähe vom Edersee, lernte ich im September 2006 meinen heutigen Ehemann und Vater meines Sohnes kennen.
Im Juni 2008 beendete ich meine Ausbildung zur staatl. anerkannten Sozialassistentin und begann zwei Monate später meine Ausbildung zur Erzieherin in Gießen; wechselte aber zum zweiten Ausbildungsjahr nach Bad Nauheim, wo ich im Sommer 2011 meine Ausbildung erfolgreich beendete. Während dieser Zeit absolvierte ich fünf Praktika in unterschiedlichen Einrichtungen mit unterschiedlichem Klientel, wie z.B. in der Lebensgemeinschaft Bingenheim, im Mutter-Kind-Heim der JVA Frankfurt III und in der 1. Klasse des Heliand Zweiges in Essen.
5 Jahre als Erzieherin in einem Familienzentrum mit 105 Kindern im Alter von 3 – 12 Jahren in Frankfurt am Main folgten.
Dort lag der Schwerpunkt meiner Arbeit sowohl auf der intensiven Elternarbeit als auch auf einem Sprachprojekt in der Kita namens „Bewegte Sprache“ und dem Experimentieren und der Holzarbeit im Hort.
In der Autonomiephase beginnend über die Wackelzahnpubertät bis hin zur Pubertät begleitete ich die Kinder täglich in ihrem Alltag und ihrer Entwicklung.
Von der Eingewöhnung über Streitereien bis hin zu Wutanfällen und Kindern, die in unsere Einrichtung kamen und die deutsche Sprache nicht kannten, habe ich auch dankbare Eltern erleben dürfen. Dankbar für die Arbeit, die wir geleistet haben. Dankbar für die Unterstützung, für offene Ohren, für unser Sein!
 
die Geburt meines Sohnes
Im Jahre 2015 erblickte mein Sohn in der Licher Asklepios Klinik das Licht der Welt.

Dieser Moment veränderte mein komplettes Leben!

Denn stell dir einmal folgende Situation vor:

Du bist 40 Wochen
an ein und dem selben Ort,
mit der selben Temperatur,
der selben Stimme,
dem selben Licht
und
dem selben Geräusch!

Und plötzlich.
Ja plötzlich ist alles anders.

Du bist an einem anderen Ort,
die Temperatur hat sich verändert,
das Licht ist greller,
du hörst mehrere Stimmen
und
das Geräusch?

Verdammt,
wo ist das Geräusch?

Bis eben war es doch noch da!? In dir steigt die Unsicherheit,
du merkst wie dein Puls anfängt schneller zu werden,
du bekommst Angst!

Bis du plötzlich wo hin gelegt wirst:
du hörst die vertraute Stimme wieder.

Und da?

Da ist es wieder!

Ja, da ist es wieder!

Das vertraute Geräusch:

Der Herzschlag deiner Mama!

Hier fühlst du dich sicher und geborgen!
Bekommst die Nähe und Wärme,
die Liebe 💙

Und nein,
du verwöhnst dein Baby nicht,
wenn du ihm lebensnotwendige Grundbedürfnisse
wie Essen, Trinken, Schlafen, auf Toilette gehen
und vor allem
Streicheleinheiten
gibst!

Dieses brauch es zum Überleben!

Vertrauen

Diese Gedanken kamen mir als da plötzlich dieser kleine Mensch auf mir lag.

Ich fing an mein pädagogisches Wissen und Handeln zu hinterfragen, achtete auf die Bedürfnisse meines Sohnes, war (und bin) emotional und handelte entsprechend (nach meiner Intuition): die ersten 3,5 Monate „wohnte“ er auf meinem Arm und ließ sich nur zum „mal eben schnell“ unter die Dusche springen ablegen.
in der Trage beim Spazierengehen
Direkt danach zog ein (wohl eher mehrere) Tragetuch und eine Trage ein. Diese erleichterten meinen Alltag enorm.
Die Babyzeit verging so schnell.

Und da war sie: die Autonomiephase

Ich kannte sie ja schon aus meiner pädagogischen Tätigkeit.

Doch als Mama war das anders. Da fragst du dich plötzlich Warum dein Kind nach derKita nicht kooperieren kann.

Und wenn ich mir in dieser Zeit eines gewünscht hätte, dann wäre das sowohl ein Kurs zum Thema „miteinander reden – Warum dir dein Kind nicht immer zuhört“ als auch einen Kurs zum Thema „Wut gelassen begleiten“. Da es aber beide nicht gab, hab ich sie selbst konzipiert und biete sie nun als WhatsAppKurse an; denn das Handy ist in unserem digitalen Zeitalter unser ständiger Begleiter.

Denn gerade wir Mütter sind der Meinung perfekt sein müssen! Doch an dem ist nicht!

Sei perfekt unperfekt
deine Maria
das bin ich: Maria Klitz
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