Warum Kekse manchmal stressmindernd wirken – bis zum Blick auf die Zutatenliste

Vor ein paar Wochen las ich einen Post mit Worten, die meinen jetzigen Zustand genau beschrieben.
Worte, die mich emotional berührten.
Worte, die mich nachdenklich machten.
Worte einer Mama.

Einer Mama, die ich eigentlich gar nicht so richtig kenne.
Aber was bedeutet es einen Menschen zu kennen?
Ist dieses überhaupt wichtig? Und wofür?

Zeitalter der Digitalisierung

Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung.
Sind ständig erreichbar.
Leben mit den Vor- aber auch mit den Nachteilen.

Einer dieser Vorteile des Internets und der sozialen Netzwerke ist das Kennenlernen anderer Menschen.
Viel schneller als früher.
Doch ist es auch genau so intensiv?

Wie verändern sich Bekanntschaften, Freundschaften, wenn sie nur noch virtuell sind?
Wenn es keine körperlichen Berührungen, kein Händedrücken, keine Umarmungen gibt?

Wie geht es uns Menschen als soziale Wesen mit diesen aktuellen Bedingungen unter Corona?
Was macht das mit unserer Psyche?
Was für Langzeitfolgen wird dieses haben?
Was macht dieses mit unseren Kindern?

Wie werden wir aufgrund dieser Erfahrung in Beziehungen miteinander leben können?

Und da waren plötzlich diese Worte einer Mama in einem Post auf einem Social Media Kanal.
Ich sehe sie heute noch vor mir.
Sie lösten etwas in mir aus:
Betroffenheit.
Traurigkeit.
Verständnis.

Lange hallten sie in meinem Kopf nach.

Und ich dachte darüber nach, was ich machen könnte.

Doch egal, was mir in den Sinn kam, es fühlte sich nicht richtig an.

Bis vor ein paar Tagen …

Ich ging an einem windigen Vormittag in den nächsten Ort mit meinem Sohn in den Bioladen.

Kennst du das, wenn du in kleinen Läden öfters einkaufen gehst, ihr euch regelmäßig unterhaltet, du aber irgendwann feststellst, dass du den Namen deines Gegenübers gar nicht weißt?

Und genau so war es bei mir. Ich gehe regelmäßig dort einkaufen, wir unterhalten uns regelmäßig, kennen jedoch unsere Vornamen nicht.

Gerade als wir uns also endlich einander vorgestellt hatten, stand mein Sohn vor dem Keksregal.

„Mama, darf ich die Hafer Cookies haben?“
„Na klar!“

Daneben stand eine Packung Schokokekse – ich liebe sie und kaufe sie sehr regelmäßig.
Kaufte sie regelmäßig. Die Betonung liegt auf „kaufte“ (aber dazu später mehr im Artikel).

Irgendwie sah mich diese Verpackung an und erzählte mir, dass sie dieser Mama gut tun würde.
Mir haben sie ja auch das letzte Jahr gutgetan und mir den ein oder anderen (eher mehrere – aber psssst nicht verraten) Abend vor dem Fernseher versüßt.

Ich kaufte sie also und versendete sie direkt. Ohne beiliegende Nachricht.
Jedoch mit Absender auf dem Umschlag.

Sie bekam sie ein paar Tage später und fragte direkt nach, ob ich ihr etwas geschickt hatte.
„Ja, einen kleinen Umschlag“, entgegnete ich ihr.

Sie war sichtlich gerührt.
Ich freute mich, ihr ein kleines Lächeln in dieser herausfordernden Zeit auf ihre Lippen gezaubert zu haben.
Vorerst.

Denn dann passierte es ….

In einer FB Gruppe las ich plötzlich den Impuls einen 10 min Artikel zu bloggen.
Ich habe in diesem Jahr erst 4 Artikel veröffentlicht.
Ja, am 18.04. erst 4 Artikel.
Manchmal ist das einfach so.

Denn da kommt dann plötzlich dieses Leben dazwischen

Und die damit verbundenen Herausforderungen.
Die sind einfach da.
Fragen nicht, ob sie bleiben dürfen.
Gehen auch nicht wieder nach ein paar Stunden ihres Besuchs.
Manchmal erst nach Tagen, oder Wochen, oder Monaten.

10 min bloggen – der Reiz war da, nur das Thema nicht
Und plötzlich setzte wurde der Impuls gesetzt darüber zu bloggen – warum Kekse manchmal stressmindernd wirken.

Eigentlich eine geniale Idee.
Ich begann meinen ursprünglichen Artikel mit folgenden Worten:

„Ja, Zucker puscht deinen Körper für die nächsten 4h.
Ja, raffinierten Zucker könntest du auch ersetzen.
Doch manchmal muss es einfach Schokolade sein.“

Und dann folgte mein Blick auf die Zutatenliste der Schokokekse.
So schlimme Sachen können ja nicht drin sein – schließlich kaufe ich sie seit über einem Jahr, achte auf meine Ernährung und kaufe sie im Bioladen.

Zutatenliste Schokokekse

Doch da stand es – ungehärtetes Palmfett.

Palmöl ist eines der ungesündesten und gefährlichsten Lebensmittel, die es gibt – sowohl für uns Menschen als auch für die Umwelt, die Natur, die Tiere.

Palmöl wächst nicht einfach so.

Dafür roden Menschen Wälder.
Brennen diese ab.
Tiere sterben.
Bäume sterben.
Lebensraum wird vernichtet.

Von den Arbeitsbedingungen der Menschen dort vor Ort will ich erst gar nicht anfangen – obwohl dieses mehr als einen Artikel wert ist.
Schon alleine um darauf aufmerksam zu machen.

Ich dachte, ich lebe nachhaltig …

Seit mein Sohn vor fast 6 Jahren das Licht der Welt erblickte beschäftige ich mich mit Nahrungsmitteln, dem Anbau dieser und deren Weiterverarbeitung, den Arbeitsbedingungen, die Menschen ausgeliefert sind und der Zerstörung unserer Natur.

Auch versuche ich dieses, soweit es mir möglich ist, in unseren Alltag als Familie einfließen zu lassen. Wie genau ich das umsetze, kannst du in Nachhaltigkeit im Alltag nachlesen.

Eigentlich dachte ich, ich müsste nur im Bioladen einkaufen gehen, da sind die Lebensmittel schließlich Bio, also nachhaltig und fair (oder etwa nicht) und darauf achten, dass ich nicht ganz so viel Plastik zu Hause habe.
Genau das mache ich auch.

Doch bei genauem Hinsehen fällt auch auf, dass hinter vielen Inhaltsstoffen auch Palmöl steckt. Welche genau, dass kannst du hier bei CodeCheck nachlesen: Hinter diesen Inhaltsstoffen steckt Palmöl.

Sagt uns ein Nachhaltigkeitslabel auf der Verpackung eines Produktes wirklich, dass da Nachhaltigkeit drinsteckt?

Nein!
Und ich erkläre dir auch warum!

Über all wo Palmöl drin ist wird dafür Regenwald abgeholzt.
Auch, wenn da nachhaltiges Palmöl auf den Produkten steht.

Was ist nachhaltiges Palmöl? Gibt es das überhaupt?

Bitten sie die Tiere darum umzuziehen, statt den Wald direkt abzubrennen?
Reden sie vorher mit den Bäumen? Und bitten sie woanders weiter zu wachsen?

Was ist mit der Luftverschmutzung? Und den damit verbundenen Gesundheitsrisiken für Mensch, Tier, Pflanze?
Erzählen sie den dort wohnenden Menschen, dass sie die nächste Zeit nicht vor die Tür gehen können, weil sie sonst an dem Rauch ersticken?

Und das Land, wo die Palmen angepflanzt werden, wird natürlich den Menschen abgekauft, denen es gehört?
NEIN, es wird ihnen einfach weggenommen.
Die Menschen (indigene Völker) werden vertrieben, erfahren Gewalt.
Sie werden arm, haben nichts zu essen, werden krank und sterben – für deine Lebensmittel.
(Doch brauchst du diese Lebensmittel wirklich?)

Nein, das ist kein Sarkasmus!!!

Es gibt kein nachhaltiges Palmöl

Aber es gibt doch ein Nachhaltigkeitslabel (Palme).
Ja, das gibt es.
Für uns Konsumenten.
Damit wir glauben, dass es nachhaltig produziert wurde.

Dieses wird vom „Runden Tisch für Nachhaltiges Palmöl“ verliehen.
Welcher 2004 von Großkonzernen und dem WWF (ja, richtig gelesen) gegründet wurde.

Palmölplantagen sind eine Monokultur – nur die Palmen wachsen da, keine anderen Pflanzen, keine Tiere leben da.
Und um die Früchte besser ernten zu können, werden sie mit Gift bespritzt, was dann ins Grundwasser gelangt.

Doch wer profitiert jetzt also vom Palmöl?

Die großen Konzerne, zum Beispiel Unilever, die unter verschiedenen Marken über 400 Produkte in unseren Lebensmittelmärkten stehen habe.

Und das Ausland, zum Beispiel für Biokraftstoffe.

Wenn du noch mehr erfahren und

  • Bilder von Kindern sehen möchtest, die kaum atmen können,
  • Affen, die ihren Lebensraum verlieren dann kannst du dir
    „Die grüne Lüge“ von Werner Boote und Kathrin Hartmann anschauen.

Aber Vorsicht: dein Leben wird sich danach verändern!!!

Und zu guter Letzt habe ich noch zwei Fragen an dich, über deren Beantwortung ich mich, als Kommentar, sehr freuen würde:

  1. Bist du ein Mensch oder ein Konsument – wie du von der Industrie bezeichnet wirst?
  2. Auf welche Lebensmittel in deiner Küche, in denen sich Palmöl befindet, könntest du verzichten?

4 Kommentare zu „Warum Kekse manchmal stressmindernd wirken – bis zum Blick auf die Zutatenliste

  1. Hallo Maria,
    ich bin seit langem nicht mehr nur Konsument. Ich habe schon lange das Palmfett verbannt. Aber Deine Beitrag regt mich an, um nochmal aktuelle zu schauen, was ich momentan konsumiere.
    Liebe Grüße, A.J.

    Gefällt 1 Person

    1. Guten Morgen Carmen,
      darf ich aus Neugierde nachfragen wie du es geschafft hast, Palmöl komplett zu eliminieren?

      Mit welchen Produkten hast du deine ehemaligen Produkte getauscht?

      Lg Maria

      Gefällt mir

  2. Hallo Maria,
    habe deine Antwort eben erst gelesen. Ich ernähre mich ketogen, also zuckerfrei. Da fallen Süßigkeiten jeglicher Art weg und Aufstriche etc. Zum Braten verwende ich selbst hergestelltes Butterschmalz/ Weide Butter und hochwertiges Kokosöl. Koche nur frisch und kaufe keinerlei verarbeitete Lebensmittel bzw. Produkte, da verarbeitete Lebensmittel teilweise hochverarbeitet sind und aus meiner Sicht keine Lebensmittel mehr sind. Ich achte auf die Nährstoffdichte.
    Liebe Grüße, A.J.

    Gefällt mir

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